Fußball

Zwei Rapidler haben Salzburg schon geschlagen: Burgstaller und Sollbauer

Innenverteidiger Michael Sollbauer hat es dem Ausfall von Max Hofmann und der Sperre von Terence Kongolo zu verdanken, dass er Samstag zu Rapids Startformation gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg gehört. Im Duell der Mannschaften, die in 16 Runden die meisten Tore erzielten (Salzburg 33, Rapid 30) ist der einer von zwei Kärntnern, die gegen den Abonnementmeister schon gewonnen haben. In seiner Zeit bei Wolfsberg. Da gelang in der letzten Runde der Saison 2013/14, als Didi Kühbauer Trainer war, gegen den überlegenen Meister ein 2:0-Heimsieg. 2014/15 folgte im Herbst, als Wolfsberg sensationell Tabellenführer war, ein 1:0 in Klagenfurt. Noch länger liegen die fünf Siege von Kapitän Guido Burgstaller gegen Salzburg zurück. Die fielen in seine ersten drei Rapid-Jahre zwischen 2011 und 2014: Im Herbst 2011 4:2 im Hanappi-Stadion mit drei Burgstaller-Toren, 2012/13 zwei 2:0-Heimsiege, 2013/14 zweimal 2:1 in Hütteldorf. Die Burgstaller-Bilanz gegen Salzburg: Fünf Siege, vier Unentschieden, fünf Niederlagen, sechs Tore erzielt.

Mit Rapid hat Sollbauer in fünf Spielen dreimal gegen Salzburg verloren. Chancen auf den ersten Sieg? Wenn er Samstag nicht gelingt, dann nie mehr. Der Satz gilt nicht nur, weil es vielleicht Sollbauers letztes Spiel bei Rapid ist, sondern weil der Titelverteidiger nicht mehr so souverän wirkt wie in den Saisonen davor. Weil ein Führungsspieler fehlt, die zündenden Offensivideen sich auf den Israeli Oscar Gloukh beschränken, im Angriff sich noch kein Knipser etablierte. Roko Simic war in der Stürmerhierarchie die Nummer fünf bevor er im Frühjahr an den FC Zürich verliehen war. Nach der Rückkehr war er wochenlang ein Fixstarter, zuletzt bevorzugte Trainer Gerhard Struber aber den Serben Petar Ratkov und Dorgeles Nene, war Karim Konate, einer der drei Führenden in der Torschützenliste, nur Joker.

„Spiele bei Rapid sind immer eine besondere Aufgabe, da erwartet uns auf verschiedenen Ebenen viel Widerstand“, prophezeite Struber. Damit meinte er auch die Stimmung im Allianz.-Stadion, 19.000 Karten waren Donnerstag verkauft. Laut Struber ist es das Ziel, als Tabellenführer zu überwintern. Aber ein noch größeres bedeutet es, auch im Europacup zu bleiben. Daher ist das Heimspiel gegen Benfica Lissabon am Dienstag sicher das wichtigere der letzten zwei Partien in diesem Jahr. Das haben alle im Hinterkopf, steigert die Erfolgschancen von Rapid. Deshalb wird Struber mit Strahinja Pavlovic, der muskuläre Probleme im Oberschenkel hat, seinen besten Abwehrspieler wahrscheinlich in Hütteldorf schonen, damit er gegen Portugals Meister sicher dabei sein wird.

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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