Fußball

15 Live-Spiele in der Bundesliga sind dem ORF Millionen wert

In der deutschen Bundesliga sorgte die ersten „Geisterrunde“ am vergangenen Wochenende bei „Sky“ für die höchsten Einschaltzahlen und den größten Marktanteil  seit Gründung des Senders. Auch durch die Schaltung ins „Free-TV“ über seinen Sender „Sky Sport News“. Am kleineren österreichischen Markt geht Sky einen anderen Weg. Vergab Sublizenzen für 15 der 63  ausstehenden Spiele, die alle bei Sky live zu sehen sein werden, an den ORF. Der in jeder der zehn Runden ein Spiel der oberen sechs, also des Titelkampfs, direkt und parallel zu Sky übertragen wird.  Beginnen wird dies am 3.Juni um 20.30 Uhr mit dem Schlager zwischen Red Bull Salzburg und Rapid. Dazu fünf aus der  Qualifikationsrunde gegen den Abstieg. Die drei Spiele im Play-off um die Chance. sich als Siebenter oder Achter für die  Europa League zu qualifizieren, werden im Juli  nur bei „Sky“ live zu sehen sein. Bisher war A 1-TV der Free-TV-Partner von „Sky“ für die Bundesliga. Aber das erwies als so ziemlich totaler Flop.

Mit der neuen Lösung können die Vereine sehr gut leben und sind daher zufrieden. Der Schulterschluss zu einer breiteren Berichterstattung bedeutet auch für Ligavorstand Christian Ebenbauer einen Erfolg  wie zuvor das grüne Licht für das Weiterspielen in Bundesliga und zweiter Liga. Der ORF, der als einziger Sender das erste Geisterspiel nah der Corona-Pause, das Finale im Uniqa-Cup zwischen Salzburg und Austria Lustenau am 29. Mai aus Klagenfurt live zeigen wird,  nahm für sein Comeback bei Bundesliga-Livespielen auch einiges Geld in die Hand. Man kann von einer siebenstellige Summe ausgehen. Wer auf rund drei Millionen Euro tippt, wird nicht ganz daneben liegen, auch wenn die Beteiligten über die Summen Stillschweigen vereinbarten, wie es seit Jahren bei Transfers im Fußball offiziell üblich ist. Wie man auf die Hochrechnung kommt? Als Ebenbauer wegen der sich  abzeichnenden Terminnot in den letzten Wochen bei „Sky“ vorgefühlt hatte, ob man das Play-off um den Europa League-Platz von drei auf zwei Partien zu reduzieren, kam als Antwort, damit würden sich die TV-Gelder um 300.000 Euro reduzieren. Ein Spiel der Meisterrunde wird garantiert ähnlich viel wert sein, eines der  Qualifikationsrunde weniger. Aber einen Rabatt wegen der speziellen Situation, die zu dieser Lösung führte, wird es nicht gegeben haben.

Die ausstehenden TV-Gelder für die letzten zehn Runden plus Play-off machen rund 15 Millionen aus. Jetzt hat „Sky“ seine Kosten reduziert. Um rund zwanzig Prozent. Und zusätzlich vielleicht einige neue Kunden: Rapid spendieet allen Jahreskartenbesitzern bis Saisonende ein „Sky“-Abo. Möglichkeit gemacht durch Rapid mobil, das Unternehmen von Ex-Rapid-Präsident Michael Krammer. Die Schulterschluss-Lösung, mit der alle Beteiligten gut leben können, bedeutet aber nicht das Ende der Sorgen für die Ligazentrale: Da geht es noch um die Organisation der  Geisterspiele, damit die ähnlich pannenfrei verlaufen wie beim großen Nachbarn in Deutschland. Und um die Bewältigung der „Causa LASK“.

Foto: ORF.

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