Fußball

Auch mit Christian Ilzer würde Peter Stöger gerne tauschen

Vor dem Wiener Derby gestand Austrias General Manager Peter Stöger, dass er die Ausgangsposition mit Rapid schon gerne tauschen würde. Vor dem Gastspiel von Sturm Graz mit Ex-Austria-Trainer Christian Ilzer am Samstag könnte dies Stöger auch behaupten: Ein Tausch würde Austria von Rang acht auf vier mit fünf Punkten mehr bringen. Und dabei hat Sturm wegen der  durch Corona bedingten Verschiebung der Partie in Wolfsberg ein Spiel weniger als Austria ausgetragen. Ilzer (Bild oben) kann die sicher emotionale Rückkehr an die  Wirkungsstätte der vergangenen Saison etwas ruhiger angehen. Sturm hat inklusive zwei Cuppartien von den  letzten sieben Spielen sechs gewonnen,  daheim gegen den LASK die einzige Saisonniederlage kassiert. Das herausragende 3:1 bei Meister  Red Bull Salzburg gilt als bisheriges Highlight von Ilzers Ära in Graz, von der er sagt: „Wir wollen weiter auf der Erfolgswelle reiten. Aber es gibt noch immer gehörig Luft nach oben!“

Nach dem Scheitern im Europa League-Play-off gegen Hartberg hatte er bei Stöger, damals als violetter Sportvorstand sein Vorgesetzter, den Wunsch nach einer Vertragslösung deponiert, der erfüllt wurde. Mit Sturm Graz-Sportchef Andreas Schicker, der aus seiner Spielerzeit eine dreijährige Austria-Vergangenheit hat, war er bereits zuvor über die „steirische Lösung“ bei Sturm einig geworden: „Es war eine saubere Trennung“, meint Ilzer im Blick zurück. In einem Sky-Interview meinte er, es habe zwei Persönlichkeiten für einen Trainerstuhl gegeben: „Es kam schon vor, dass Peter und ich an nicht nur einem Tag völlig konträrer Meinung waren“.

Der Umbau bei Sturm, der nach der total verpatzten Meisterrunde, unumgänglich war, scheint gelungen, sein. Gelungene Transfers wie der Slowene Jon Stankovic, Mainz-Leihgabe David Nemeth, Andreas Kuen, der Schweizer Gregory-Wüthrich, die Rückkehr des an Hartberg verliehen gewesenen Amadou Dante, halfen. Ebenso der neue „Frühling“ von Obstbauer Jakob Jantscher. Dennoch sieht Ilzer noch in allen Bereichen in Austria einen Konkurrenten um Platz sechs. Zur Behauptung, er sei durch das Jahr in Wien ein besserer Trainer geworden, sagt Ilzer: „Man sammelt auf jeder Station neue Erfahrungen. Bei Austria musste ich mitunter Situationen bewältigen, die ich vorher so nicht kannte! Von den Spielern her hat sich nach mir nicht so viel geändert!“

Von denen, die Samstag beginnen werden, waren bei Ilzer nur Georg Teigl und Heimkehrer Markus Suttner nicht dabei. 1:0 in der Generali-Aena und 1:1 in Graz waren die Austria-Ergebnisse mit Ilzer gegen Sturm. Aus seiner Zeit blieb auch die glänzende iFLO-Daunenjacke, die er als erster Austria-Trainer trug (Bild oben) in Erinnerung. Auch Nachfolger Stöger zog mitunter dieses Modell an, präsentierte sich im Jackenlook Ilzers . . .

 

 

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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