Fußball

Austria plant mit 27 Millionen-Budget! Rapid hat´s bei Djuricin eilig

Red Bull Salzburg kämpft um den Aufstieg ins Finale der Europa League, dominiert die Bundesliga mit elf Punkten Vorsprung. Da haben es die heimischen Konkurrenten schwer, Aufmerksamkeit zu erzielen. Sie versuchen´s halt.  Auch die Wiener Großklubs. Austrias Versuch, Samstag mit einem Heimsieg über Mattersburg den Siebenpunkterückstand auf Platz fünf und Admira zu reduzieren, reißt keinen vom Hocker. Also meldete sich Vorstand Markus Kraetschmer (Bild) via eigenem Pressedienst und via Homepage. Und versicherte, dass für kommende Saison ein Budget von 27 Millionen Euro für die Mannschaft zur Verfügung steht. Damit liegt Violett sicher unter den Top drei der Liga. Kraetschmer gab die Devise aus, jede Krise bedeute auch eine Chance zu Veränderungen. Es gäbe viele Möglichkeiten, den Kader zu verändern, in dem man einfach die Optionen auf einige Leihspieler nicht ziehe. Die Devise, auf junge Spieler zu setzen, die Trainer Thomas Letsch und Assistent Roman Stary zuletzt beim 2:0 in Graz gegen Sturm mit den 18jährigen Aleksander Borkovic, Vesel Demaku und Dominik Fitz in die Tat umsetzte, soll beibehalten werden. Darum auch die langfristigen Verträge für  Niels Hahn (18) und Pascal Macher (17), die in Österreichs Nachwuchsauswahlen spielen.

Kraetschmer kündigte an, als Vorstand verstärkt auf die Mentatlität der Neueinkäufe zu achten. Das könnte man auch so interpretieren, dass er vermehrt ins sportliche Tagesgeschäft eingreifen wird. Auch die Effizienz des Scoutings soll auf den Prüfstand kommen, Sportchef Franz Wohlfahrt und Chefscout Gerhard Hitzel sind fast ständig auf Beobachtungstouren. Und dann gibt´s noch die Trainerfrage, die man wie der Stadtrivale Rapid bis Monatsende geklärt haben will. Es laufen außer Gesprächen mit Letsch auch Verhandlungen mit anderen Kandidaten. Und dabei soll auch ein Ex-Austrianer ein Thema sein: Manfred Schmid, seit  sieben Jahren als Assistent erfolgreich an der Seite von Peter Stöger, 2013 auch als dessen Nachfolger im Gespräch gewesen. Jetzt wurde bei Schmid vorgefühlt, ob er sich denn die Rückkehr vorstellen könnte, wenn es in Deutschland bei Borussia Dortmund mit Stöger und ihm nicht weiter geht.

Die Trainerfrage stellt sich ja auch bei Rapid. Sportchef Fredy Bickel brachte vor der Entscheidung um Goran Djuricin  die Vertragsverlängerung mit Innenverteidiger Max Hofmann bis 2022 über die Bühne. Dafür musste er keine Steine aus dem Weg räumen, keine namhaften Konkurrenten aus dem Feld schlagen. Jetzt geht es um die Verlängerung mit Djuricin, bei der es Bickel nach fünf Ligasiegen in Serie eilig hat. Für die er auch Präsident Michael Krammer gewinnen konnte. Jetzt wird nach dem günstigen Zeitpunkt der Verlautbarung gesucht. Was Bickel antreibt, ist klar: Mit Djuricin macht er sich für seine „Erfindung stark. Wenn die im Amt  bleibt, ist auch der dominierende Einfluss des Sportchefs gesichert. Die Eile ist vor den zwei Auswärtsspielen gegen Sturm und den LASK sowie dem Duell mit Meister Red Bull Salzburg, in denen Linksverteidiger Boli Bolingboli wegen eines Bändereinrisses im Sprunggelenk fehlen wird,  geboten: Schon nach Sturm und LASK könnte Rapid, wenn es schlecht lauft, nur auf Platz vier hinter dem Linzer Aufsteiger liegen.

Dann wäre nach dem verpassten Cupfinale das zweite Saisonziel, unter den ersten drei zu landen, in Gefahr. Und könnten Realisten in der grün-weißen Führungsetage denken, dies und der gewaltige Rückstand auf Platz eins sagen mehr aus als die vorangegangene Siegesserie gegen den Vorletzten Wolfsberg, in Mattersburg mit brillanten 30 Minuten, das erzitterte 2:1 gegen den Letzten St. Pölten, eine Austria, die mit dem personell letzten Aufgebot desolat war, und Admira. Der Gefahr will sich Bickel nicht aussetzen. Deshalb die Eile, die ansonst nicht nachvollziehbar ist. Der in den Beirat zurückgeholte ehemalige Meistertrainer Josef Hickersberger stört rund um seinen 70. Geburtstag am Freitag nicht die grün-weißen Erfolgsgefühle, auch wenn er alles kritischer sieht. Eine Erfolgsmeldung aus Hütteldorf gab es punkto Zukunftsfhoffnungen: Der 1,85 Meter große Defensivspieler Martin Moormann aus Österreichs U 17 spielt künftig lieber für Rapid als für die St.Pöltener Akademie. Trotz Anfragen aus Deutschland und Italien.

 

 

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