Fußball

Der Ausfall von Stefan Lainer bedeutet ein schlechtes Omen

Andi Herzog konnte sich Sonntag in Tel Aviv freuen, als er über die Saisontore zehn und elf von Shon Weissman für Wolfsberg beim 4:0 (2:0) gegen St.Pölten erfuhr. Seine Hoffnung für das EM-Qualifikationsspiel gegen Österreich am Donnerstag im Happel-Stadion scheint in Fahrt zu sein. Für seinen Kollegen Franco Foda war es hingegen ein gebrauchtes, wenn nicht zu sagen verpatztes Wochenende. Von den Problemen um David Alaba wegen des Haarriss in der Rippe wusste er seit Samstag. Alaba kommt aber dennoch zum Team. Da wartet man zum Ärger von Bayerns Sportchef Hasan Salihamidzic, der Alaba nicht nach Wien fliegen lassen wollte, den „Heilungsverlauf“ ab, ob vielleicht doch noch eine Chance auf Alabas Einsatz ggen Israel oder drei Tage später in Laibach gegen Slowenien besteht. Sonntag vormittag erfuhr Foda dann vom Ausfall von Florian Grillitsch. Innenbandzerrung im Knie, erlitten Samstag in München, keine Chance einsatzfähig zu sein. Statt ihm nominierte Foda seinen ehemaligen Schützling bei Sturm Graz, Anderlecht-Legionär Peter Zulj.

Und am Abend wusste  Foda, dass er auch auf Stefan Lainer verzichten muss. Er erlitt beim Gladbachs Sprung an die Tabellenspitze, dem 5:1 (4:0) gegen Augsburg, ausgerechnet im Zweikampf mit Landsmann Michael Gregoritsch eine Bänderverletzung im linken Sprunggelenk. Wie schwer die ist, steht erst Montag nach einer Magnetresonanz fest. Der Ausfall des Rechtsverteidigers bedeutet kein gutes, wenn nicht sogar ein schlechtes Omen: Denn Lainer hatte ebenso wie der damals unter muskulären Problemen leidende Alaba auch am 24. März beim 2:4 gegen Israel in Haifa gefehlt, was sich als nicht günstig für Österreichs Defensive erwiesen hatte. Damals hatte Foda aus taktischen Gründen freiwillig auf Lainer verzichtet. Diesen Gedanken hatte er nach Österreichs bisher letzter Niederlage nicht mehr. Bei allen vier Spielen danach gegen Slowenien, Nordmazedonien, Lettland und Polen stand Lainer in der Startelf.

Wen wird Foda statt Lainer aufstellen? Eine Möglichkeit wäre der am Sonntag nachnominierte Kapitän von Union Berlin, Christoph Trimmel. Er hatte trotz seiner 32 Jahre immer auf das Teamcomeback gehofft und jetzt kam die verdiente Chance für den Burgenländer. Erstmals unter Foda. Das bedeutet seine Rückkehr zum Nationalteam nach neuneinhalb Jahren. Drei Länderspiele bestritt „Trimbo“ als Rapid-Entdeckung in der Ära von Didi Constantini, Donnerstag könnte es das vierte sein. Andere Varianten? Eine Möglichkeit wäre Stefan Posch, der Samstag bei Hoffenheims 2:1 in München erstmals in einer Viererabwehr rechter Verteidiger spielte und dabei gegen Serge Gnabry eine sehr gut Figur abgab. Die dritte Variante wäre nochmals Valentino Lazaro wie beim 2:4 in Israel auf dieser Position zu bringen. Aber das scheint die unwahrscheinlichste zu sein. Lazaro war Sonntag Abend bei Inters erster Saisonniederlage, dem 1:2 (1:1) gegen Meister Juventus im Meazza-Stadion, das die Tabellenführung kostete, erwartungsgemäß nicht im Einsatz.

Nicht nur Trimmel gehört erstmals in Fodas Ära zum Teamkader, auch Marco Friedl. Sonntag Abend berief Foda auch den Legionär von Werder Bremen ein, um für einen Ausfall von Alaba, den man befürchten muss, gerüstet zu sein. Damit verlor die U 21 für die Qualifikation gegen die Türkei und England nach Kapitän Max Wöber den zweien Spieler.

Foto: © ÖFB Media.

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