Fußball

Ein Traum erfüllte sich, der zweite lebt noch

Ausser Franco Foda waren Dienstag Abend noch zwei Temchefs, nämlich Martin Scherb (Bild oben) und Werner Gregoritsch, stolz. Scherb jubelte über die Qualifikation mit der Unter 19 für die Europameisterschaft im Juni in der Slowakei. Möglich gemacht letzte Woche durch ein 2:2 gegen Spanien und ein 2:0 gegen Dänemark, fixiert Dienstag durch ein 3:3 (2:1) zwischen Spanien und Dänemark. Die Dänen, bei denen Sturm-Legionär Rasmus Höjlund bis zur Pause spielte, lagen nach 50 Minuten 1:3 zurück, schafften noch den Ausgleich. Scherb und seine Spieler verfolgten das Match gemeinsam via Zoom-Call: „Ich freu´mich total für alle“, versicherte Scherb, „das haben sie sich sowas von verdient!“ Der U 19-Traum ging in Erfüllung.

Der U 21-Traum von der zweiten Qualifikation für die EM-Endrunde lebt noch nach dem 2:1 (1:1) gegen Norwegen in Ried. Romano Schmid nach elf Minuten und Junior Adamu nach 48 sorgten für die Treffer zum verdienten Sieg. Für beide war es jeweils ihr sechste Tor in der Qualifikation. Die Assist zu beiden Toren kamen von Bielefeld-Legionär Patrick Wimmer. Über ihn gab es so wie Montag auch Dienstag in Deutschland Schlagzeilen. Hieß es Montag, Mönchengladbach mit seinem österreichischen Trainer Adi Hütter  bemühe sich sehr um ihn, vermeldete der „Kicker“ einen Tag später, dass der Wechsel von Wimmer zum VW-Werksklub Wolfsburg und damit zu seinen Landsleuten Xaver Schlager und Pavao Pervan nächste Woche über die Bühne gehen soll. Schafft Bielefeld den Klassenerhalt, kostet Wimmer sieben Millionen Euro Ablöse, beim Abstieg „nur“ fünf.

Auf Wimmer setzt Gregoritsch natürlich beim „Endspiel“ gegen Finnland im Juni: „Das wollten wir, das haben wir erreicht. Verdient, weil wir die Nerven behielten. Ich bin stolz, wie die Mannschaft mit der Situation und den vielen Ausfällen umging!“ Die Lage: Österreich eroberte Rang zwei hinter Tabellenführer Kroatien, liegt mit zwei Spielen mehr einen Punkt vor Norwegen und drei vor Finnland, das in Kroatien unerwartet 3:2 gewann. Norwegen spielt noch daheim gegen Kroatien und in Finnland, die Finnen haben nach dem Duell gegen Österreich noch die Heimspiele gegen Aserbaidschan und Norwegen. Es bleibt sehr eng in der Gruppe. Noch enger wird es, ob 19 Punkte reichen, um den zwei besten Zweiten zu gehören, die zur Endrunde fahren.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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