Fußball

Ein Unentschieden ist ein Sieg für Wolfsberg: Schon 3,68 Millionen verdient

Rund acht Millionen Euro macht das Budget des Wolfsberger AC aus. 3,68 Millionen, die nicht budgetiert waren, haben die Kärntner schon nach zwei Spielen in der Europa League kassiert. 2,920 Millionen Startgeld für die Gruppenphase, dazu 570.000 für das überragende 4:0 in Mönchengladbach vor zwei Wochen Donnerstag Abend für das 1:1 (0:1) gegen Roma vor 11.169 Zuschauern  in der Grazer Merkur-Arena. So gesehen war das Unentschieden von Graz für den Kärntner Außenseiter wie ein Sieg. Auch weil es in Istanbul bei Basaksehir gegen Mönchengladbach keinen Gewinner gab. Die Mannschaft von Ex-Salzburg-Trainer Marco Rose und Teamverteidiger Stefan Lainer rettete in der 91.Minute durch Joker Patrick Herrmann einen glücklichen Punkt zum 1:1 (0:0). Wolfsberg blieb damit vor den zwei Duellen gegen den türkischen Vizemeister voll im Rennen um den Aufstieg in die k,o.-Phase. Unglaublich für den Dorfklub, das Wunder geht weiter.

Es braucht keiner kommen, dass Roma nicht in der stärksten Besetzung antrat. Zu den fünf Ausfällen einige Stammspieler bei Trainer Paolo Fonseca im Talon blieben. Der angeschlagene spanische Tormann Pau Lopez, der brasilianische Innenverteidiger Juan Jesus,  Serbiens Teamverteidiger Alexander Kolarov und den bosnischen Torjäger Edin Dzeko, Da gab´s noch immer genug Potenzial in der Mannschaft. Durch den „neuen Totti“ Nicolo Zaniolo, durch den italienischen Teamspieler Bryan Cristante, den argentinischen Routinier Javier Pastore, den Holländer Justin Kluivert, Kroatiens Ex-Teamspieler Nikola Kalinic. Roma hatte 69 Prozent Ballbesitz (siehe Statstik oben),  aber  Wolfsberg setzte seine Möglichkeiten optimal ein, verdiente sich das Unentschieden. Durch ein Prachttor vom „Alpen-Maradona“ Michael Liendl. So wurde der 33jährige in seiner Legionärszeit in Deutschland genannt. Nach 51 Minuten zog der 33jährige in seiner Heimatstadt Graz mit links ab. Unhaltbar für den 36jährigen Tormann Antonio Mirante flog der Ball ins Kreuzeck.

Ansonst spielte der 26jährige Marcel Ritzmaier, erstmals beim Augenzeugen Franco Foda auf der Abrufliste des Nationalteams, eine entscheidende Rolle. Seinen abgefälschten Kopfball in der 22. Minute, der besten Phase der Kärntner, hielt  Mirante gerade noch. Dann spielte Ritzmaier bei der Führung unverschuldet eine unglückliche Rolle: Nach einem Eckball von Pastore köpfelte Leonardo Spinazzola ihn an, von Ritzmaier sprang der Ball auf die Brust von Spinazzola, von dort über die Linie. Mario Leitgeb versuchte auf der Linie noch eine Rettungsaktion, die nicht gelang. Nach 77 Minuten wollt Ritzmaier unbedingt sein zweites  Tor in der Europa League erzielen. Sah bei einem Konter in numerischer Überlegenheit nicht den völlig frei stehenden Shon Weissman, sondern jagte den Ball aus 18 Metern über das Tor. Das wäre eine riesige Gelegenheit zum Siegestor gewesen. Aber trotzdem war der Jubel über das Unentschieden berechtigterweise groß. Ein Dorf macht in Fußball-Europa weiter Aufsehen. Mit 31 Prozent Ballbesitz nicht verlieren, das verdient Respekt. Außerdem kamen die Kärntner damit zu genau so vielen Torschüssen wie die stolzen Römer, nämlich fünf. „Es wäre sogar mehr möglich gewesen“, fand Kapitän Michael Sollbauer. Trainer Gerhard Struber wertete das Unentschieden als Mutinjektion für die nächsten Aufgaben.

 

Foto: UEFA.

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