Fußball

Es brodelt bei Bayern: Nagelsmann hat viel zu tun

Es brodelt bei Bayern München vor der Stunde der Wahrheit am Dienstag Abend im Viertelfinal-Retourspiel der Champions League gegen Villarreal aus Spanien. Wegen des 0:1 am letzten Mittwoch im Estadio de la Ceramica und der schwachen Vorstellung am letzten Samstag beim 1:0 gegen Augsburg. Die wenig Hoffnung für Villarreal machte: „Wir müssen uns um 60 bis 70 Prozent steigern. Wir sind in einer Saisonphase, in der man nicht glänzen muss, sondern gewinnen. Ich habe bis Dienstag noch viel zu tun“ Andersrum: Bayern braucht keine Glamourleistung, sondern nur eine, die einen Sieg mit zwei Toren Unterschied ermöglicht. Sonst wird bei Bayern alles in Frage gestellt. Inklusive Nagelsmann und Vorstandschef Oliver Kahn.

Das Tief einiger Stützen macht Sorgen. Wie von Thomas Müller, Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Leroy Sane, der seit fünf Spiele weder ein Tor erzielte noch einen Assist lieferte, Samstag auf seine Auswechslung frustriert reagierte, sofort in die Kabine ging, und auch von Robert Lewandowski. Elfmetertor gegen Augsburg, ansonst aber wenig vom Polen zu sehen wie auch schon in Villarreal. Der Torjäger soll verärgert sein, weil sich Bayerns Chefetage mit den Gesprächen über die Verlängerung seines 2023 auslaufenden Vertrags weiter Zeit lässt. Es stellt sich aber auch die Frage, ob es sich Bayern nach Corona finanziell leisten kann, die Verträge von Lewandowski, Manuel Neuer und Müller zu verlängern. Denn jeder von ihnen will die Wertschätzung in Form einer Gehaltsaufbesserung in siebenstelliger Höhe spüren.

Montag meldete der polnische TV-Sender „Telewizja Polska“, dass der 33 jährige Lewandowski Kahn und Nagelsmann bereits informiert habe, dass er seinen Vertrag in München nicht verlängern werde und im Sommer wechseln möchte. Zum FC Barcelona, wo auf ihn ein Dreijahresvertrag und ein fettes Gehalt warten sollen. Auch wenn das Bayern sicher mehr als 20 Millionen Ablöse bringen wird: Keine gute Begleitmusik vor dem wichtigsten Match der Saison, bei dem die „Hütte“ mit 75.000 Zuschauern brennen wird. Kommt auch Marcel Sabitzer zum Zug? Nagelsmann lobte Österreichs Teamspieler für seine 37 Minuten gegen Augsburg: „Er hat sein bestes Spiel gemacht, seine Galligkeit hat den Sieg gebracht!“ Villarreals Trainer Unai Emery setzte Samstag beim 1:1 gegen Bilbao nur seine zweite Mannschaft ein.

Sky Austria überträgt Dienstag sowohl Bayern gegen Villarreal als auch Real Madrid gegen Chelsea direkt. Im Münchener Studio, rund 50 Kilometer vom Allianz-Stadion entfernt, sind Lothar Matthäus und Peter Stöger. Für Ex-Bayern-Star David Alaba ist die Situation mit Real Madrid nach dem 3:1 beim Titelverteidiger in London an der Stamford Bridge entspannter. Der 71. Sieg von Alaba in seinem 101. Spiel in der Champions League wäre eigentlich logisch. Eine bessere Erfolgsquote als der 29 jährige Wiener hat in der Königsklasse kein anderer Spieler. „Wir müssen konzentriert bleiben“, warnte Alaba, „es ist noch nicht vorbei!“ Real Madrid würde im Semifinale auf den Sieger aus Atletico Madrid gegen Manchester City (Hinspiel 0:1) treffen, Bayern auf den FC Liverpool, dessen Aufstieg nach dem 3:1 in Lissabon gegen Benfica außer Diskussion steht..

Foto: UEFA.

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