Fußball

Rapid hat einen neuen internationalen Scout: Ipoua

Auch Frankreichs Sportbibel L´Équipe berichtete Dienstag, am Tag, an dem die Champions League aus ihrem Winterschlaf erwachte, in großer Aufmachung über die Rekordstrafe für Rapid nach dem Derbyskandal. Leider ist das derzeit offenbar der einzige Weg, dass es der österreichische Fußball in die L´Equipe schafft. Rapids Chefetage und Rechtsabteilung werden das Urteil, der Protest dagegen und die Konsequenzen daraus  sicher noch Monate beschäftigen. Wird interessant, wie sich der plan mit den Regressforderungen an die Übeltäter entwickelt. Die zwei Flitzer kosteten 45.000 Euro. Müssten also jedem 22.500 in Rechnung gestellt werden. Bei den 50.000, die wegen der zwei Unterbrechungen durch die Wurfgeschosse bezahlen werden müssen, könnte Rapid versuchen, sich bei den bisher identifizierten elf Werfern schadlos zu halten. Wie der Einnahmenverlust durch die Sperre des zwei Hintertortribünen in einem Heimspiel verrechnet wird, ist noch Gegenstand interner Diskussionen. Selbst wenn erstmals in Österreich ein Gericht die Schadenersatzforderungen gegen Fusballchaoten anerkennt, bleiben die Zweifel, ob die Strafen überhaupt eintreibbar sein werden. Präsident Michael Krammer geht es vor allem um ein Signal, das gesetzt werden soll.

Ein Signal in anderer Hinsicht kam von Sportchef Fredy Bickel: Rapid hat einen neuen internationalen Scout. Der wurde zwar nicht angestellt, fungiert also wie eine Art freier Mitarbeiter. Die Visitenkarten (siehe unten) sind schon gedruckt. Für den ehemaligen Rapid-Legionär aus dem Kamerun,  Samuel Ipoua, der seine Dienste Bickel im Dezember bei einem Besuch in Wien nochmals angeboten hatte und offenbar erhöht wurde. Ipoua ist derzeit wieder in Miami Beach, in der Nachwuchsakademie für Talente aus Mittel-.und Südamerika, die Paris St. Germain beliefert. Ipoua trainiert in Florida speziell die Stürmer, kennt den für Rapid möglicherweise interessanten Markt.

Ipoua will aber nicht nur mit seinem ehemaligen Verein in Geschäftsbeziehung treten, sondern praktisch mit der ganzen Liga. Die Kontakte knüpfte er ebenfalls im Dezember. Das Resultat: Anfang Juli  bringt Ipoua gemeinsam mit dem Bruder des ehemaligen französischen Stürmerstars Nicolas Anelka zwei Mannschaften nach Österreich. Eine mit Spielern zwischen 16 und 18 Jahren aus den französischen Akademien in Metz, Montpellier, Nizza, Lens etc., die nur eine Ausbildungsentschädigung kosten würden. Die zweite mit Franzosen und Belgiern zwischen 18 und 25 Jahren, die vertraglos sind, daher ohne Ablöse zu haben wären. Beide Teams spielen zwischen 3. und 10. Juli in Baden bei Wien vor. Sozusagen in Doppelveranstaltungen gegen die erste und zweite Mannschaft von Ried und des LASK. Das wurde mit den Sportchefs Fränky Schiemer und Oliver Glasner bereits abgemacht. Auch auf die Amateure von Rapid und Austria sollen die Ipoua-Mannschaften treffen, doch diese Partien wurden noch nicht terminisiert. „Alle Spieler, die ich herzeige, werden einen höheren Speed haben als die in der österreichischen Bundesliga“, versprach Ipoua. Also werden „Raketen“ in die Auslage gestellt. Ein interessanter, erster Versuch.

 

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