Fußball

Gegen Dortmund hatte Glasner bereits fünfmal ein blaues Aug!

Mit blauem Auge und geschwollener Wange zeigte sich Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner auf der virtuellen Pressekonferenz vor dem Schlager gegen Borussia Dortmund. Andenken an seinen E-Scooter-Unfall am Neujahrstag, bei dem er einen Jochbeinbruch erlitt. Zwei Tage nach der Operation war er wieder beim Training, seit Dienstag leitet er die Vorbereitungen. Das blaue Aug passt in das Szenario für das Duell gegen den Tabellenzweiten, das Samstagabend live bei „Sky Austria“ zu sehen sein wird: Denn das bekam Glasner in bisher allen fünf Bundesligaduellen gegen Dortmund. Weil er alle verlor. Viermal mit Wolfsburg, im letzten August mit Frankfurt. Da setzte es ein 2:5, bei dem Ex-Salzburg-Torjäger Erling Haaland an allen fünf Toren beteiligt war. Zweimal traf der Norweger selbst, drei Tore legte er auf. Diesmal hat Glasner das blaue Auge schon vor Anpfiff. Kommt noch ein zweites dazu?

Seine Arbeit in Frankfurt wird inzwischen fast überall gelobt. In einem „Bild“-Interview auch von Frankfurts Rekordspieler Charly Körbel, der als Eintracht-Botschafter fungiert: „Glasner macht einen überragenden  Job. So wie vor ihm Adi Hütter und Niko Kovac“. Körbel gefällt, wie Glasner an seiner Vision, die Mannschaft als Einheit zu präsentieren, festhielt und sie immer besser umsetzte, je länger die Saison dauerte. Körbel sieht dies auch als Verdienst von Glasners hervorragenden Assistenten, seinen Landsleuten Michael Angerschmid und Ronnie Brunmayr. Einen anderen Österreicher, Martin Hinteregger, bewertet Körbel als „unbezahlbar für Eintracht, wenn er wieder der alte Hinti ist, der von Routine, Zweikampfstärke und Willen lebt, für Emotionen sorgt. Aber sein Körper hat im Herbst einen Stopp gemacht.“  Gegen Haaland wird der „alte Hinti“benötigt, damit Haaland nicht nochmals solchen Schaden anrichten kann. Was etwas Mut macht: Gegen Dortmund ist Frankfurt daheim seit sieben Partien unbesiegt, unter Hütter und Kovac gab es zuletzt vier Unentschieden.

Was Österreichs Teamchef Franco Foda am Samstag sicher sehr freuen wird: Erstmals seit dem 0:4 in Leipzig am 20. August, bei dem er einen Bänderriss in der Schulter erlitt, wird Sasa Kalajdzic wieder beim VfB Stuttgart, der das Comeback des Torjägers herbeisehnt, spielen. Stuttgart steht derzeit am Relegationsplatz, gastiert beim Letzten Fürth. Trainer Pellegrino Matarazzo glaubt, dass es beim Wiener schon für eine Stunde Volldampf reichen wird, tendiert dazu, ihn von Beginn an zubringen. Zumal Stuttgart in der Offensive vier Ausfälle, davon drei wegen Corona, hat. Kalajdzic trainierte erst fünfmal mit Körperkontakt. Den großen „Crash“, der beweisen sollte, dass die operierte rechte Schulter hält, gab es dabei nicht.

Ob es Samstag bei Arminia Bielefeld gegen Freiburg zum Österreicher- Duell zwischen Manuel Prietl, Alessandro Schöpf, Patrick Wimmer sowie Philipp Lienhart kommen wird, weiß man erst knapp vor Anpfiff. Der Grund heißt Omikron. Bis Donnerstag gab es beim Sensationsdritten Freiburg keinen positiven Fall, Freitag sprach Trainer Christian Streich davon, drei Spieler vorgeben zu müssen. Nannte aber die Namen nicht. Ob Lienhart dabei ist? Zu einem Österreicher-Treffen kommt es sicher bei RB Leipzig – Mainz. Zwischen Konrad Laimer und Karim Onisiwo sowie wahrscheinlich auch David Nemeth. Nach dem positiven Corona-Test bei Mainz-Kapitän Moussa Niakhate kommt der Burgenländer wahrscheinlich zu seinem vierten Startelfeinsatz im Mainzer Abwehrzentrum.

Foto: Eintracht Frankfurt.

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