Eishockey

Geheimnis um den Mid-Lower-Body

In der stärksten Eishockeyliga der Welt gehört es zu den jahrzehntelangen Gepflogenheiten, Verletzungen der Spieler nicht genau zu definieren und bekanntzugeben.  Derzeit sind zwei der drei österreichischen NHL-Legionäre ausser Gefecht: Michael Raffl musste schon nach drei Partien  der Philadelphia Flyers passen. Ron Hextall, der General Manager, begründete dies mit einer „Upper Body-Injury.“ Irgendein oberer Körperteil verhindert  vorerst weitere Einsätze des Kärntners. Eine Rippe könnte angeknackst sein, der Brustkorb geprellt, eine Schulter lädiert. Aber das darf keiner wissen. Gehirnerschütterugnn würde man ohnehin niemals zugeben. Der Grund, der für die Geheimniskrämerei am öftesten ins Treffen geführt wird: Kein Gegner soll wissen, an welchen Stellen der Spieler vielleicht leichter verwund-oder verletzbar ist, wenn er sein Comeback feiert.

Nach Raffl erwischte es auch Thomas Vanek. Er  fehlte beim sechsten Sieg der Detroit Red Wings in Serie, dem 2:1 bei den St. Louis Blues im Penaltyschießen (den entscheidenden nach acht Runden verwandelte als 16. Schütze Detroits 36jähriger schwedischer Kapitän, Superstar Henrik Zetterberg) erstmals in dieser Saison. Dienstag beim 4:2 gegen Carolina war von einer Verletzung nichts zu merken, also muss es danach im Training passiert sein.  Aber es ist anders als bei Raffl: Nicht upper body, sondern mid-lower-body. Bedeutet in unteren Regionen. Also kein Rippenbruch wie in der vergangenen Saison bei Minnesota, sodnern möglicherweise etwas an der Hüfte oder an den Leisten. Im Sommer 2015 hatte sich Vanek bei einem Spezialisten eienr Leistenoperation unterzogen. Muss man sich um den 32jährigen mitten in seinem Höhenflug Sorgen machen?  Jeff Blashill, der Headcoach des derzeit drittbesten Teams der  NHL, meinte, man werde bei Vanek von „day to day“ entscheiden können, ob er wieder einsatzfähig ist oder nicht. Von Tag zu Tag – daher dürfte die Verletzung nicht so schlimm sein. Woran er genau laboriert, wird man, wenn überhaupt, erst nach Saisonende erfahren. Falls  es Vanek selbst erzählt. Derzeit erscheint es  noch möglich, dass er Samstag Abend daheim in der Joe Louis Arena gegen die Boston Bruins wieder dabei ist. Aber wie gesagt: Genaues weiß man in der NHL nie.

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