Fußball

Grün-weißes Licht für Wettbewerb der Ideen bei Rapid: Den gibt´s auch um Schwab

Jeden Tag etwas Neues im Rapid-Wahlkampf um die Nachfolge von Präsident Michael Krammer. Donnerstag schickte Roland Schmid sieben Legenden in den Kampf gegen Martin Bruckner, einen Tag später antwortete der in aller Ruhe: Seine Liste habe in den letzten Wochen konstruktive Beiträge zu einer Zusammenführung der Listen geleistet, nach der Entwicklung der letzten Tage sei es nicht mehr sinnvoll, daran zu arbeiten. Also ersuche er das Wahlkomitee, beide Listen zur Abstimmung am 25. November zuzulassen. Für einen Wettbewerb der Ideen sieht sich Bruckner mit seiner Liste gut gerüstet, vor dem ist ihm nicht bange.

Man kann es fast nicht glauben, dass trotz Wahlkampf bei Rapid noch Fußball gespielt wird. Und da braucht es ebenfalls Ideen, um nach zwei sieglosen Spielen wieder drei Punkte zu holen. Wenn nicht daheim gegen das Schlusslicht St.Pölten, gegen wen dann sonst? Gegen diesen Denkansatz wehrt sich zwar Trainer Didi Kühbauer, aber es müssten eigentlich die sportlichen Alarmglocken schrillen. wenn nicht der erst dritte Heimsieg dieser Saison gelingt. In den sechs Partien dieser Saison im Allianz-Stadion ließ Grün-Weiß zehn Punkte liegen. Auf das bisher letzten Match zwischen Rapid und St.Pölten in Hütteldorf folgte ein Trainerwechsel. Nach St.Pöltens 2:0 am 26. September 2018 durch Tor von Ex-Rapidler Rene Gartler und Husein Balic wechselte Kühbauer die Fronten. Von Niederösterreichs Hauptstadt in den Westen von Wien. Das ließ sich Rapid eine siebenstellige Summe kosten, wodurch St.Pölten die bisher höchste Ablöse der Klubgeschichte kassierte. Samstag bestreitet Christoph Riegler, der damals die „null“ festhielt, in St.Pöltens Tor sein 100. Bundesligaspiel. Kühbauer hatte ihn wieder zur Nummer eins und auch zum Kapitän gemacht, Riglers ehemaliger Tormanntrainer Jürgen Macho gehört seit vier Monaten zu Kühbauers Staff. Rapid muss auch ohne  Koya Kitigawa, Thorsten Schick und  Philipp Schobesberger so viel Substanz haben, um für klare Verhältnisse zu sorgen. 18.000 Karten sind verkauft, der Schiedsrichter bürgt für Hektik: Manuel Schüttengruber. St.Pölten hat als Außenseiter bei Tipp 3 die gleiche Quote wie Rapid vor dem 2:3 in Salzburg, nämlich 8,0!

Zoran Barisic, der Sport-Geschäftsführer, behauptete letzte Woche im Rapid-TV, man habe aus den letzten zwei sieglosen Partien, dem 1:1 gegen Wolfsberg und dem 2:3 in Salzburg „unglaublich viel positives“ mitnehmen können. Das kann man unter die Kategorie einordnen, keine Unruhe aufkommen lassen zu wollen. Die gibt es ohnehin durch den Präsidenten-Wahlkampf. Daher macht Barisic kein großes Aufhaben um eine Personalie, von der es  bereits vor Wochen hieß, dass sie nur noch Formsache sei: Die Vertragsverlängerung mit  Stefan Schwab (Bild oben). Barisic hatte keine Funktion bei Rapid, als der  Salzburger vor drei Jahren durch einen Befehl von oben herab zum Nachfolger von Steffen Hofmann als Kapitän und Gesicht Rapids bestimmt wurde. Diese Schuhe waren ihm, wie sich heraus stellte, etwas zu groß. Um beim Wettbewerb der Ideen zu bleiben: Die gibt es auch bei der Hängepartie um den Kapitän. Weil Barisic und der Bruder von Schwab, der für ihn die Verhandlungen führt, offenbar andere Ideen haben, was die Wertigkeit des Kapitäns und die Dauer des Vertrags betreffen. Denn langfristig gebunden hat Barisic zuletzt lediglich Youngster Dalibor Velimirovic. Nur Zufall oder doch ein Zeichen?

 

Foto: Red Bull Salzburg.

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