Fußball

Hinter Chelseas Triumph steckt auch die eiserne Lady

Englands Presse watschte Verlier Pep Guardiola nach dem Champions League Finale wegen seiner nicht aufgegangenen Taktik als „verrückten Professor“ ab. Daher ist der „tüchtige Starrkopf“ Thomas Tuchel nach Chelseas 1:0 gegen Manchester City ein halbes Jahr nach seinem Rauswurf bei Paris St. Germain obenauf. Hinter Chelsea Triumph steht aber auch eine Frau: Marina Granovskaia, die seit 25 Jahren bei Chelsea-Besitzer Roman Abramowitsch arbeitet. Seit 2013 ist sie Direktorin bei Chelsea, gilt inzwischen als mächtigste Frau im Weltfußball, wird in Anlehnung an die frühere englische Premierministerin Margret Thatcher auch „eiserne Lady“ genannt. Sie gibt die Richtung vor, bringt Dinge über die Bühne. In absehbarer Zeit wohl die Verlängerung von Tuchel bis 2022 laufenden Vertrags.

Nach absolviertem Fremdsprachen-Studium an der Moskauer Universität begann Granovskaia als persönliche Assistentin von Abramowitsch. Als er 2003 Chelsea um 210 Millionen Euro kaufte, nahm er sie mit nach London. Abramowitsch soll ihr blind vertrauen. Auch in finanziellen Dingen. Sie gilt sogar als Schatzmeisterin über sein Vermögen. So kann sie einen der schwierigsten Jobs im Fußball hervorragend erledigen. Kein großer Deal läuft ohne der Strippenzieherin. Sie wickelte den lukrativen Ausrüsterwechsel zu Nike ab, vor einem Jahr die Transfers des Finaltorschützen Kai Havertz, von Timo Werner, Thiago Silva und Linksverteidiger Ben Chilwell ab, bei Havertz drückte sie den Preis um 20 Millionen auf 80. Durch die Boni für Chelseas zweiten Triumph in der Königsklasse kommt Leverkusen jetzt aber auf die geforderten 100.

Es gelang ihr, die Klub-Legende Frank Lampard als Trainer abzusägen. So wie vor ihm die Italiener Maurizio Sarri und Antonio Conte, Guus Hiddink und Jose Mourinho. Ihn nur sieben Monate nach dem Meistertitel. Sie holte Tuchel, als Chelsea im Jänner nur auf Platz neun der Premier League stand, punktegleich mit Ralph Hasenhüttls FC Southampton. Der Erfolg gibt der Eisernen Lady recht. Sie arbeitet am liebsten und fast nur im Hintergrund, legt keinen Wert darauf, als Star im Blickpunkt zu stehen. Im Estadio Dragao von Porto saß sie Samstag eine Reihe vor Tuchel. Granovskaia setzt nach jedem Chelsea-Sieg ein strahlendes Lächeln auf. Samstag aber ein ganz besonderes.

Foto: Blick.ch.

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