Fußball

Kein Platz für Laimer im Marsch-System bei Leipzig? Schaub bleibt in Köln

Freitag geht auch die Saison in Deutschland mit der ersten Pokalrunde offiziell los. Bayern München, unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann in vier Testspielen sieglos, hat Pause. Weil der Gegner, Fünftligist Bremser SV, in die Corona-Quarantäne musste. Ex-Salzburg-Doublemacher Jesse Marsch feierte Samstag sein Pflichtspieldebüt nach der Rückkehr zu RB Leipzig beim Zweitligisten Sandhausen mit der Ex-Rapid-Ikone Stefan Kulovits auf der Bank, der in ersten zwei Runden zwei Niederlagen kassierte, kein Tor erzielte. Marsch führte bei Leipzig sein auch in Salzburg praktiziertes System (4-1-2-1-2) ein, in dem vorerst nur für einen Österreicher Platz ist. Für Kapitän Marcel Sabitzer in der Mittelfeldraute vorne hinter den zwei Spitzen. Für Konrad Laimer nach seinen vier starken Leistungen bei der Europameisterschaft nach sieben Monaten Pause hingegen nicht. Unglaublich. Seinen Platz auf der zentralen Position vor der Viererabwehr bekam Marsch-Landsmann Tyler Adams. Der 22 jährige Amerikaner wird in Leipzig als großer Sieger der Vorbereitung bezeichnet. Zufall?  Das schaut sehr nach amerikanischem Zusammenhalt aus.

Adams war schon Lieblingsschüler von Marsch in gemeinsamen Zeiten bei der Red Bull-Filiale in New York. Dann gab´s ein Wiedersehen, als Marsch bei Leipzig Co-Trainer war. Jetzt nach zwei Jahren Pause  wieder. Aber der Tag wird nicht fern sein, an dem Marsch drauf kommt, dass man auf Laimer und dessen Qualitäten besser nicht verzichtet. Auf den „Halbpositionen“ zwischen Adams und Sabitzer sind aktuell die Ex-Salzburger Amadou Haidara und Kevin Kampl erste Wahl. Um Sabitzer gibt es wieder einmal Transferspekulatonen. Er ist gefühlt der Spieler in Europa, der in den letzten Wochen mit so vielen Klubs wie kein anderer in Zusammenhang gebracht wurde. In England (Tottenham, Chelsea), in Italien (AS Roma, Milan) und auch in Deutschland. Zunächst mit Borussia Dortmund, aktuell mit Meister Bayern. Konkret gibt´s aber keine Verhandlungen. Bekannt ist, dass Nagelsmann  von Sabitzer eine sehr gute Meinung hat, ihn auch in Leipzig zum Kapitän gemacht hatte.

Die anderen österreichischen Legionäre in Deutschland? Florian Kainz ist bei 1.FC Kölns neuen Trainer Steffen Baumgart im 4-2-3-1 rechts im offensiven Mittelfeld fix eingeplant. Mit seinem „Back-Up“ hat Kainz früher bei Rapid und auch in Österreichs Team zusammengespielt: Louis Schaub. Er bleibt in Köln, eine zweite Saison in der Schweiz bei Luzern ist kein Thema mehr. In Köln ist er Kaderspieler, in Luzern wäre er unumstritten. Schaub sucht aber die Herausforderung, sich in Köln durchzusetzen, in der Hierarchie nach oben zu kommen. Und liefert für ihn untypische Szenen, wenn er mit einem Slidnig tackling den Ball erkämpft.  Nicht gut sieht´s derzeit für den dritten Ex-Rapidler in Köln aus: Dejan Ljubicic ist auf der Nummer sechs nach U 21-Europameister Salih Özcan und dem Tunesier Eliyes Skhiri nur Nummer drei, wurde zuletzt auch kurz im Abwehrzentrum probiert. Für diese Position sucht Köln aber noch einen neuen Spieler. Köln spielt Sonntag beim Viertligisten Carl Zeiss Jena.  Bei Hoffenheim (Montag bei Drittligist Viktoria Köln) wird Christoph Baumgartner mehr und mehr zum Führungsspieler. Er nahm den Schwung von der  Europameisterschaft mit, in einem Testspiel war er trotz seiner erst 21 Jahre schon Kapitän. Die Napoli-Pläne von Florian Grillitsch haben sich zerschlagen.

Bei Arminia Bielefeld stieg Manuel Prietl zum Kapitän auf, er teilt sich dieses Amt mit der 33 jährigen Legende Fabian Klos. Neuzugang Alessandro Schöpf fühlt sich neuer Umgebung wohler als letzte Saison  bei Absteiger Schalke: „Weil wir eine große Einheit sind. Auf mich soll man sich verlassen können. Das ist mein Anspruch.“  Bielefeld gastiert Samstag in der Festspielstadt Bayreuth beim Viertligisten, Oliver Glasner mit Eintracht Frankfurt  einen Tag später beim ehemaligen Bundesligaklub Waldhof Mannheim. Martin Hinteregger nahm es gelassen, dass nicht er, sondern Mittelfeldspieler Sebastian Rode neuer Kapitän wurde. Adi Hütter, Stefan Lainer und Hannes Wolf müssen mit Borussia Mönchengladbach Montag nach Kaiserslautern auf den traditionsreichen, einst gefürchteten Betzenberg. Nicht optimal läuft es in Wolfsburg  bisher unter Oliver Glasners holländischem Nachfolger Mark van Bommel. Fünf Pleiten in sechs Tests, van Bommels Kombinationsfußball kommt nicht an. Was nicht an Xaver Schlager liegt. Die Cuphürde heißt Preußen Münster.

Foto: RB Leipzig.

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