Fußball

Keine Spur von Sensation: Alles unter der Kontrolle von Rapid

Ohne große Probleme, sondern souverän schaffte Rapid mit dem 3:0 (2:0) bei Zweitligist DSV Leoben zum zweiten Mal hintereinander den Aufstieg ins Finale des Uniqa-Cups. Zum vierten Mal wird Grün-Weiß am 1. Mai im Klagenfurter Wörthersee-Stadion den Anlauf zum 15. Cupsieg machen, gelungen ist er bisher nicht. Seit dem letzten vor 29 Jahren erreichte Grün-Weiß nur noch viermal das Endspiel. In der Saison 2004/05, als Rapid unter Josef Hickersberger Meister wurde, ging die Chance auf das Double durch ein 1:3 gegen den violetten Erzrivalen, die Wiener Austria, verloren. 2017 zog Rapid mit Trainer Goran Djuricin gegen Red Ball Salzburg den kürzeren, verlor 1:2. Valentio Lazaro zerstörte zwei Minuten vor Schluss die Rapid-Hoffnungen. Zwei Jahre später war Didi Kühbauer Trainer, als Salzburg bereits zur Pause 2:0 führte und den Vorsprung sicher verteidigte. Letztes Jahr hieß es auch gegen Sturm Graz am Ende 0:2 (0:0), fielen die Tore erst in der zweiten Hälfte. Nichts wurde es aus dem Traum von Zoran Barisic, als Spieler (1995) und 28 Jahre später als Trainer Cupsieger zu werden. In vier Wochen gibt´s den nächsten Anlauf. Donnerstagabend wird feststehen, ob es der zweite gegen Sturm oder der dritte gegen Salzburg wird.

Es war kein heißer Cupabend vor 8500 Zuschauern am Monte Schlacko in Leoben, sondern ein grün-weißer Jubeltag. Rapid ließ sich weder durch die ausverkaufte Arena noch durch die Volksfeststimmung beeindrucken. Spannender hätte es werden können, wäre nach 15 Minuten bei der ersten Topchance im Spiel, die Winfred Amoah kreierte, Leoben durch Kevin Friesenbichler in Führung gegangen. Rapid nützte seine zweite Möglichkeit elf Minuten später zur Führung. Nach starker Vorarbeit von Marco Grüll und Matthias Seidl brachte Kapitän Guido Burgstaller den Ball an Tormann vorbei, der Rettungsversuch des Albaniers Drini Halili wurde zum Eigentor. Danach fehlt die richtige Cupstimmung, wurden die Leoben-Fans immer leiser. Vier Minuten vor der Pause machte Christoph Lang mit dem 2:0 eigentlich schon alles klar, an der Aktion waren wieder Seidl und Burgstaller beteiligt. In der zweiten Hälfte verzichtete Rapid darauf, weiter dominant aufzutreten, kontrollierte dennoch das Geschehen, wurde nur in der 78. Minute durch einen Stangenschuss von Leobens Kapitän Nico Pichler aufgeschreckt. Der kurz davor für Seidl eingewechselte Fally Mayulu sorgte nach Vorarbeit von Marco Grüll in der Nachspielzeit für den zweiten 3:0-Sieg in der Steiermark innerhalb von vier Tagen. Da Leoben kaum Bälle in Rapids Strafraum brachte, konnte sich Leobens Torjäger Deni Alar nie bemerkbar machen. Rapids Abwehrchef Leopold Querfeld hatte bis auf zwei Ausnahmen alles unter Kontrolle.

„In der zweiten Hälfte waren wir zu passiv, aber am Ende zählt nur der Aufstieg ins Finale“, meine der zufriedene Rapid-Trainer Robert Klauß. Ob der Gegner Salzburg oder Sturm wird, war ihm völlig egal. Er wünschte sich nur eine Verlängerung im zweiten Semifinale. Weil Rapid Sonntag in der Bundesliga in Salzburg gastiert. Im deutschen Pokal steht die Finalpaarung schon fest: Bundesliga-Tabellenführer Leverkusen trifft nach dem 4:0 (3:0) gegen Fortuna Düsseldorf auf Kaiserslautern, den 15. der zweiten Liga.  Leverkusens Chance auf das Triple (Meistertitel, Pokalsieg, Europa League) lebt.

 

Foto: SK Rapid/Red Ring Shots/Daniel Widner.

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