Fußball

Mwene ist nicht aufzuhalten: Bald ein Thema für Franco Foda

Knapp vor der Europameisterschaft  Neulinge einbauen, das machen Teamchefs in allen Ländern nicht unbedingt gerne. Damit werden auch die konstant guten Leistungen von Philipp Mwene in Mainz seit Jahresbeginn zwar nicht „übersehen“ werden, aber dem 27 jährigen Rechtsfuß, der als Linksverteidiger sozusagen auf der falschen Seite einen wirklich guten Job macht, wie auch sein Trainer Bo Svensson lobt, keine EM-Chance mehr bringen. Obwohl Franco Foda Mainz wegen Karim Onisiwo ohnehin im Blick hat. Daher bedeutet es keine riskante Prognose, wenn man sagt: Seine  Zeit wird kommen. Auch in Österreichs Nationalteam. 16 Spiele in der  U 21 hat er 2014/15 hinter sich. Damals als Spieler der zweiten Mannschaft des VfB Stuttgart. Nach Stuttgart war er mit 16 aus der Akademie  der Wiener Austria übersiedelt. Der Sprung zu den Profis gelang bei den Schwaben nicht, daher spielte er ab 2016 mit Kaiserslautern in der zweiten Liga, ehe er nach Mainz wechselte. Dort war er aber im ersten Jahr praktisch zum Nichtstun verurteilt: 310 Tage Pause wegen einer Patellasehnenreizung und ein großer Trainingsrückstand, den es einmal aufzuholen galt.

Letzten November setzte ihn noch eine Kapselverletzung außer Gefecht, seit Jänner läuft es. Der von Liefering gekommene Svensson tat dem ganzen Klub gut, auch Mwene. In Köln bereitete er mit einer perfekten Flanke das Siegestor in der Nachspielzeit zum wichtigen 3:2-Auswärtssieg im Abstiegskampf vor, Montag sorgte  er für einen Punkt im Heimspiel gegen Hertha BSC Berlin. Mit seinem ersten Tor in der Bundesliga im 28. Spiel, einen  Kracher mit rechts aus 25 Metern unter die Latte, (Bild oben) sorgte er vor der Pause für das 1:1, bei dem es blieb. Bei aller Freude über sein Supertor ärgerten Mwene, dessen Vater aus Kenia stammt, das Unentschieden: „Den Chancen nach haben wir zwei Punkte verschenkt!“ Hertha spielte nach nur drei Trainings, die auf das Ende der Quarantäne folgten.

Im Abstiegskampf schaut es trotzdem ganz gut für Mainz aus, wenn man bedenkt, dass zu Jahresbeginn Mainz mit der gleichen Punkteanzahl wie Absteiger Schalke Vorletzter war. Jetzt auf Rang zwölf, sechs Punkte vor dem Relegationsplatz liegt. Mainz ist die fünftbeste Rückrundenmannschaft, hat aber ein schweres Restprogramm gegen drei Klubs, die um einen Champions League-Platz kämpfen: Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund und Wolfsburg. Für Mwene war das Tor auch Werbung in eigener Sache: Sein Vertrag läuft mit Saisonende aus.

 

 

 

 

Foto: FC Mainz 05.

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