Fußball

„Nur“ 1:1 bei Hintereggers magischer Nacht

Kein Heimsieg für Österreichs Teamspieler Konrad Laimer und Martin Hinteregger im Viertelfinale der Europa League. RB Leipzig schaffte gegen Atalanta Bergamo nur ein 1:1 (0:1), ebenso Eintracht Frankfurt gegen den FC Barcelona. Der Unterschied: Laimer musste 41 Minutenlang einem Rückstand nachlaufen, Hinteregger lag 18 Minuten lang in Führung. Für Frankfurt war es trotzdem eine magische Nacht, allein schon durch die Stimmung im ausverkauften Stadion. 50.000 Fans waren mit ihrer Mannschaft total zufrieden, das hörten Publikumsliebling Hinteregger & Co. auch nach dem Match auf der Ehrenrunde durch das Stadionrund.

Oliver Glasner sprach vom größten Spiel seiner Karriere. Indem der Matchplan des Trainers aufging. Auch dank des überzeugenden Abwehrchefs Hinteregger (Bild oben), der nichts anbrennen ließ, Barcelonas neuen Torjäger Pierre Emerick Aubameyang neutralisierte. Vor der Pause verhinderte der holländische VAR Pol van Boekel die Frankfurter Führung. Als der serbische Referee Srdjan Jovanovic nach einer Attacke von Barcelonas Kapitän Sergi Busquets gegen den Kolumbianer Rafael Borre auf den Elferpunkt zeigte, schickte ihn den VAR in die Video Area. Eine krasse Fehlentscheidung war das nicht. Jovanovic entschied aber, dass er die Situation falsch gesehen hatte, revidierte den Elferpfiff.

Durch ein Traumtor des deutschen U 21-Spielers Ansgar Knauff, der aus 18 Metern genau unter die Latte traf, ging Frankfurt drei Minuten nach der Pause in Führung. Da sah es nach Sieg aus. Eine Minute später gab es sogar die Chance auf das 2:0. Doch Barcelona verhinderte mit seinen Jokern die Niederlage: Frenkie de Jong und  Ousmane Dembele leitete mit einem perfekten Doppelpass den Ausgleich durch Fernan Torres ein. Die Kombination erinnerte an das „Tiki Taka“ in Barcelonas Glanzzeiten mit Lionel Messi und dem jetzigen Trainer Xavi im Mittelfeld. Frankfurt brachte das Unentschieden nach der gelb-roten Karte für Innenverteidiger Tuta in der 79. Minute problemlos über die Distanz. „Wir glauben an unsere Chance, in Barcelona aufzusteigen“, versicherte Hinteregger. Auch Glasner war zufrieden: „Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft, sie hat es überragend gemacht. Wir hatten auch ein Chancenplus und 16:7-Torschüsse! Wir werden in Barcelona noch eine Schippe drauf legen!“

Das muss auch Konrad Laimer mit Leipzig nächsten Donnerstag in Bergamo. Denn die Leistung im Heimspiel war nicht so überzeugend wie letzten Samstag die in der Bundesliga beim 4:1 in Dortmund. Auch der Salzburger war nicht so dominant, aber trotzdem auffällig gut. Atalanta ging nach 17 Minuten durch den kolumbianischen Stürmer Luis Muriel in Führung, glich durch ein Eigentor von Davide Zappacosta nach 58 aus. Eine Minute zuvor hielt der argentinische Tormann Juan Musso einen Elfmeter von Andre Silva sensationell. Es war der dritte Elfmeter, den der Portugiese in dieser Europa League-Saison vergab. Beide Mannschaften trafen je zweimal auf Aluminium. Zuletzt Leipzig knapp vor Schluss durch einen Kopfball des nach 73 Minuten eingewechselten Ex-Salzburgers Dominik Szoboszlai. „Es lief nicht so, wie wir es wollten“, gestand Laimer, „wir hätten einiges anders machen können!“

Nicht so gelaufen, wie er es wollte, das gilt auch für Ex-LASK-Kapitän Gernot Trauner mit Feyenoord Rotterdam in der Conference League gegen LASK-Bezwinger Slavia Prag. Feyenoord lag gegen Tschechiens Meister nach 67 Minuten 1:2 zurück, führte nach 86 Minuten 3:2, kassierte in der 95. Minute nach einem Gestocher vor dem Tor, in dem Trauner nicht mehr an den Ball kam, den Ausgleich. Der Ex-Salzburger Andre Ramalho schaffte mit PSV Eindhoven in England bei Leicester ein 0:0, Norwegens Meister Bodoe Glimt bezwang zum zweiten Mal in dieser Saison AS Roma samt seinem Startrainer Jose Mourinho. Nicht mehr 6:1 wie im Gruppenspiel am 21. Oktober, sondern „nur“ 2:1. AS Roma hat damit keines der drei Duellen gegen Bodoe Glimt gewonnen. Ohne die Ex-Rapidler Stefan Schwab und Thomas Murg verlor PAOK Saloniki bei Olympique Marseille nach einem 0:2 zur Pause nur 1:2. Die Aufstiegschancen sind intakt.

 

Foto: UEFA.

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