Fußball

Österreich-Bezwinger durch Eigentor nach 64 Jahren zur WM

Am 24. März bezwang Wales im ausverkauften Cardiff City-Stadium Österreich durch zwei Tore von Kapitän und Topstar Gareth Bale 2:1 (1:0), stieg damit ins Playoff-Finale um den letzten europäischen Platz bei der Wüsten-WM in Katar auf. Den sich Wales 72 Tage später an gleicher Stelle durch ein glückliches 1:0 (1.0) gegen die Ukraine sicherte. Wales ist damit erstmals nach 64 Jahren, nach 1958 in Schweden, wieder bei einer Weltmeisterschaft. Real Madrids Reservist Bale schaffte mit 32 Jahren noch seien letzte Chance auf die WM-Teilnahme zu nützen. Real Madrids Abwehrchef David Akaba muss mit Österreich hingegen bis 2026 warten. Aber er ist zwei Jahre jünger als sein Freund Bale.

Es war ein Eigentor-Drama, das im Dauerregen bei nur zehn Grad den Traum der Ukraine, inmitten des Kriegs, das WM-Ticket zu erobern, zerstörte. Ausgerechnet Kapitän Andrij Jarmolenko unterlief das Missgeschick. Der 32 jährige wollte einen Freistoß von Bale per Kopf klären, traf jedoch im Fallen ins eigene Tor. Nach Schlusspfiff saß Jarmolenko minutenlang mit gesenktem Kopf am Rasen. Größer kann eine Enttäuschung nicht sein. Oleksander Zinchenkov von Englands Meister. Manchester City: „Wir alle wollten die beste Leistung unseres Lebens bringen, gaben alles. Aber es reichte nicht. So ist Fußball, das kann passieren!“ Die 3000 ukrainischen Fans feierten dennoch die weinenden Verlierer.

Wales-Teamchef Rob Page bot mit einer Ausnahme die gleiche Startformation wie beim Sieg über Österreich auf. Mit fünf Spielern von Premier League-Klubs. Die Ausnahme war Kieffer Moore, Stürmer von Premier League-Aufsteiger Bournemouth. Der herausragende Mann kam jedoch von einem Premier League-Absteiger: Wayne Hennessey, der 35 jährige Reservist von Burnley, wuchs über sich hinaus, verhinderte mehrmals den verdienten Ausgleich der Ukrainer. Und damit fährt auch Verteidiger Nethan Amapdu, der vor kurzem mit Venezia in Italiens Serie A gemeinsam mit den Österreichern Max Ullmann und Michael Svoboda nicht den Klassenerhalt schaffte, zur Weltmeisterschaft.

Bale hatte bereits vor dem Spiel angekündigt, er werde sich trotz der tragischen Situation in der Ukraine nach einem Sieg nicht entschuldigen. Der Jubel bei den Walisern kannte keine Grenzen. Bei Österreichs Teamspielern wird der Ärger über die in Cardiff verpasste WM-Chance noch einmal hochkommen.

 

Foto: UEFA.

1

Meist gelesen

Nach oben

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen