Fußball

Rapid bräuchte immer dieses goldene Händchen von Barisic

Vom Resultat her gab es den erhofften Trainereffekt bei Rapid, feierte Zoran Barisic mit dem 80. Sieg in seinem 159. Spiel auf der grün-weißen Trainerbank ein gelungenes Comeback. Grün-Weiß erreichte in Wattens durch ein 4:1 (1:0) gegen WSG Tirol das Viertelfinale im Uniqa-Cup. Nur das zählt. Aber die Leistung war trotz vier Umstellungen nur um wenig oder gar nicht besser als in den Wochen zuvor. Die lässt wenig daran glauben, dass auf diesen Sieg noch zwei, drei folgen können, um die Lage zu beruhigen. Dazu bräuchte Rapid immer das glückliche Händchen, das Barisic Dienstag Abend in Wattens hatte. Dort wechselte er drei der vier Torschützen ein. Das ist ungewöhnlich, hat Seltenheitswert. Das sah auch die Rapid-Legende Walter Skocik auf der Tribüne. Er hatte nach seiner Spielerzeit in Hütteldorf auch bei Wattens gespielt. Neben ihm saß Manfred Gombasch, der in den Siebzigerjahren mit Wacker Innsbruck zweimal Meister und dreimal Cupsieger war.

Zu zwei der vier Umstellungen wurde Barisic gezwungen. Durch die Fingerverletzung von Niklas Hedl, durch die Paul Gartler erstmals in dieser Saison in die Startelf kam und wenig geprüft wurde, und die Sperre von Leopold Querfeld, den Michael Sollbauer ersetzte. Gegenüber dem 0:1 von Ried am Samstag ersetzte Aleksa Pejic Roman Kerschbaum, enttäuschte wieder einmal, sah nicht zum ersten Mal erster die gelbe Karte. Christoph Knasmüllner bekam statt Ferdi Druijf seine Chance, die er nicht wirklich nützte. Auch wenn er daran beteiligt war, dass Marco Grüll bereit nach sechs Minuten jubeln konnte. Die Flanke zum Torschützen kam von Knasmüllner, allerdings sah Tirosl Tormann Ferdinand Oswald beim Kopfball von Grüll ins kurze Eck nicht gut aus. Für Knasmüllner war es der erste Einsatz in der Startelf seit 24. Juli, insgesamt kam er diese Saison nur zu sechs Einsätzen über 218 Minuten.

Mit der schnellen Führung wusste Rapid nichts anzufangen, überließ den Tirolern die Initiative, was  Barisic nicht gefiel. So stellte er sich das nicht vor: „Es gab einige Möglichkeiten zum Umschalten, aber das haben wir nicht gut gespielt“, kritisierte er trotz Aufstieg, der für ihn ein „hartes Stpck Arbeit“ war. Und so hieß es nach 36 Minuten 1.1. Nach einem weiten Outeinwzrf des Ex-Rapidlers Lukas Sulzbacher, den Tirols Felix Bacher im Strafraumer Kopf verlöngerte, traf Thoams Sabitzer. Gut verteidigt hat Rapid in der Situation sicher nicht, es gab im Strafraum sogar eine numerische Überzahl. Sabitzer hätte Rapid vielleicht sogar auf die Verliererstrasse schicken können. Denn als er nach 54 Minuten bei einem Zweikampf über den zur zweiten Hälfte statt Max Hofmann, der mit der gelben Jarte belastet war, gekommenen Christoph Dibon fiel, gab der Salzburger Referee Sebastian Gishammer einen umstrittenen Elfmeter. Den der angeblich gefoulte Sabitzer über das Tor jagte.  Ob Rapid einen Rückstand noch aufgeholt hätte? Auch wenn das hypothetisch sein mag, man kann durchaus daran zweifeln.

Barisic erkannt, dass er etwas ändern musste, es im „Siegen oder fliegen-Duell“ neue Impulse brauchte. So brachte er nach 63 Minuten Kerschbaum für Pejic und Druijf für Knasmüllner. Schon elf Minuten später zahlte sich das aus: Kerschbaum nützte nach einem Eckball von Grüll per Kopf eine Kopfballvorlage von Guido Burgstaller zur Führung. Und nur 100 Sekunden später enstchied Oswald das Match engütlig für Rapid: Tirols Tormann spielte den Ball Burgstaller in die Beine, der bediente Druijf,d er ins leere Tor traf. Es passte dazu ganz gut, dass der nach 82 Minutn gekommene Bernhard Zimmermann  mit seinem ersten Ballkontakt nach Flanke von Patrick Greil das 4:1 erzielte. Es war das dritte Rapid-Kopftor. Ein Happy End, nach dem es lange nicht aussah. Was war sonst noch anders als zuvor? Barisic stand nicht so lange in der Coaching Zone wie Ferdinand Feldhofer, saß öfters aus der Bank neben den Assistenten Thomas Hickersberger und Jürgen Macho. Steffen Hofmann verfolgte das Geschehen eine Etage höher neben den ORF-Kameras. „Es war ein Spiel auf Augenhöhe“, wusste Barisic. Burgstaller gab zu: „Wir haben noch einiges aufzuholen!“

Ebenfalls ins Viertelfinale kam Austria Klagefurt, Samstag im Hütteldorfer Allianz-Stadion Rapids Gegner in der Bundesliga. Den Siegestreffer zum 2:1 (1:1) bei Zweitligist FC Dornbirn schoss Christopher Cvetko erst in der 82. Minute. Ried, letzten Samstag 1:0-Sieger über Rapid, lag bei Zweitliga-Tabellenführer Horn zur Pause 0:2 zurück, gewann aber noch 3:2. Der Treffer zum Aufstieg fiel in der ersten Minute der Nachspielzeit durch Oliver Kragl. Auch der LASK musste in Wien gegen den Floridsdorfer AC lange um das Weiterkommen bangen, ehe Thomas Goiginger in der 89. Minute das 2:1 (1:1) gelang.

Foto: Gepa/Admiral.

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