Fußball

Rapid und Austria müssen sich bei Doublegewinner Salzburg bedanken

Cupsieg

Ein gewohntes Bild am Abschluss. Die Spieler von Red Bull Salzburg holten sich nach dem Cupfinale die Goldmedaillen der Sieger in eigens angefertigten grauen T-Shirts, diesmal mit dem Jahreszahlen der neun Cupsiege ab. Sonntag nach dem 3:0 (1:0) gegen Ried von Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler, ÖFB-Präsident Gerhard Milletich und Kurt Svoboda, dem Vertreter von Cupsponsor Uniqa. Der als Vizepräsident der Vienna sicher auch davon träumte, dass Blau-Gelb es in den nächsten Jahren einmal in das Cupfinale schafft. Für den Aufstieg aus der Regionalliga Ost in die zweite Liga sieht es derzeit gut aus. Salzburg half mit seinem neuen Double, dem vierten hintereinander, auch den Wiener Klubs Rapid und Austria. Denn ein Cupsieger Ried hätte die Qualifikation für einen internationalen Erwerb für Grün-Weiß und Violett um einiges erschwert. So steigt der Tabellendritte (derzeit Rapid) fix ins Play-off der Qualifikation zur Europa League ein. Das bedeutet im schlechtesten Falleinen Platz in der Conference League.

Salzburgs Trainer Matthias Jaissle gab nach dem Triumph zu, vor dem Finale wegen der klaren Favoritenstellung erstmals so etwas wie Druck verspürt zu haben. In Gefahr, zu verlieren, kam Salzburg in Wahrheit nie. Der perfekte Linksschuss von Luka Sucic aus 18 Metern nach Vorarbeit brachte den Titelverteidiger bereits in der 27.Minute auf die Siegesstrafe. Ried verkaufte sich, angefeuerte von 1700 Fans aus dem Innviertel unter den 7800 Zuschauern zwar gut. Aber man hatte speziell nach dem 2:0, das Max Wöber per Kopf nach einem Flanke von Noah Okafor nach 52 Minuten mit dem Kopf erzielte, stets das Gefühl, dass Salzburg noch etwas zusetzen hätte könne, wäre es notwendig geworden. Wurde es aber nicht, weil Wöber in seinem möglicherweise letzten Cupfinale mit Salzburg zum „Man of the match“ wurde. Mit einer sehenswerten Rettungsaktion auf der Linie bei einem Heber von Leo Mikic. So verhinderte er Rieds Anschlusstor. Als kurz darauf ein Schuss von Mikic Wöber an der rechten Hand traf, wollte Ried einen Elfmeter. Das sahen sowohl Alexander Harkam als auch der VAR anders.  Bei Wolfsburg ist das Interesse an Ex-Rapidler Wöber sehr groß. Ob er sich den umstrittenen Trainer Florian Kohfeldt, der bestätigt wurde, antun sollte?

Im Finish kürte sich Joker Benjamin Sesko mit dem 3:0 noch zum Schützenkönig des Cups mit insgesamt fünf Treffern.  Die unerwartetste Aktion des Endspiels war der Tausch des Schiedsrichterassistenten Markus Höfler wegen muskulärer Probleme nach einer Viertelstunde. Somit musste der vierte Referee, Rene Eisner, erstmals seit 16 Jahren an die Linie. Als Assistent von Harkam. Diese steirische Allianz war insofern pikant, als Eisner eine Woche zuvor im Wörthersee-Stadion Schiedsrichter des Kärntner Derbys war. Und von VAR-Referee Harkam im Stich gelassen wurde. Daher zählte ein Wolfsberg-Tor aus Abseitsposition, was vielleicht entscheidend für Wolfsberg 3:2 war. Harkam entschuldigte sich bei Eisner und Austria Klagenfurt. Den VAR des Cupfinales verriet der ÖFB nicht.

Foto: Red Bull Salzburg.

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