Fußball

Sabitzers perfekte Woche endete bei Lothar Matthäus

Eine Woche zuvor 1:1 gegen Mister Bayern München, Dienstag das 2:1 zum Start der Champions League bei Benfica Lissabon, vier Tage später mit einem souveränen 3:0 (2:0) bei Werder Bremen, wo RB Leipzig zuvor noch nie gewonnen hatte, Platz eins in der Bundesliga verteidigt. Es war eine perfekte Woche für Marcel Sabitzer (Bild oben), die im Weser-Stadion am Tisch von „Sky“ endete. Weil  Deutschlands Rekordspieler Lothar Matthäus als Sky-Experte Österreichs Teamspieler zum „Man of the match“ erkoren hatte. Weil er noch um eine Stufe besser spielte als vergangene Saison. Die Erklärung von Sabitzer: „Es macht Spaß, der Trainer gibt uns immer einen perfekten Plan mit.“ Und außerdem würden ihn nicht Verletzungen der Schulter wie in der letzten Saison bremsen. Leipzigs Bilanz: 13 Punkte aus fünf Runden und Tabellenführung, das gelang zuvor noch nie. Alle sieben Pflichtspiele unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann gingen nicht verloren.

Bremen musste mit neun Ausfällen leben, stellte das letzte Aufgebot, in dem der Tiroler Marco Friedl linker Verteidiger spielte. Der 40 jährige Claudio Pizarro löste mit seiner Einwechslung Österreichs Rekordspieler Andi Herzog als den Ausländer im Bremen-Dress mit den meisten Bundesligaspielen ab. Es war das 237. des Peruaners. Die Österreicher bei Leipzig, Sabitzer und Konrad Laimer, setzten die Akzente. Sabitzer vor allem mit einem perfekten Freistoß aus 18 Metern über die Mauer in Eck zur 2:0-Führung. Sabitzers drittes Freistoßtor in diesem Jahr bei fünf Versuchen. Auf seine auffälligste Szene hätte Laimer gerne verzichtet: Die gelb-rote Karte nach 64 Minuten, die nicht nur für Nagelsmann ein schlechter Witz von Referee Tobias Stieler war. Denn der Salzburger wurde gerempelt, bevor ihm der Ball auf den Arm fiel.  Damit hat Laimer nächste Runde in der Red Bull-Arena gegen Schalke Pause.

Leipzigs klarer Sieg machte alle Spekulationen über die Chancen Freiburgs auf die mögliche sensationelle Tabellenführung hinfällig. Freiburg hätte es durch das 1:1 (1:1) gegen Augsburg, bei dem in den letzten fünf  Minuten  zwei Stangentreffer den Sieg verhinderten, ohnehin nicht geschafft. Philipp Lienhart spielte als einer von drei Innenverteidigern durch, bei Augsburg kam Michael Gregoritsch erst in der 80. Minute. Bayern überholte am Tag der Eröffnung des Oktoberfests Freiburg durch einen klaren 4:0 (1:0)-Heimsieg gegen den 1.FC Köln, der trotz Abfuhr nachher geschlossen auf die „Wies´n“ ging. Robert Lewandowski stellte den Bayern-Rekord von Ex-Rapidler Carsten Jancker aus dem Jahr 2000 ein. So wie damals der aktuelle Trainer des Regionalliga Ost-Tabellenführers Marchfeld traf Lewandowski in jeder der ersten fünf Runden. Was seit Jancker keinem mehr gelungen war. Beim Elfer zum 3:0 ließ Lewandowski dem Brasilianer Coutinho den Vortritt, damit der zu seinem ersten Treffer für Bayern kam. Von Kölns Österreichern spielte nur Florian Kainz 64 Minuten lang. Louis Schaub blieb wie Torjäger Anthony Modeste auf der Bank.

Aleksandar Dragovic stand bei Leverkusen in Runde fünf erstmals in der Startformation, ersetzte den deutschen Teamspieler Jonathan Tah. Leverkusen fand auf die Siegesstraße zurück, bezwang Aufsteiger Union Berlin 2:0 (0:0). Zwei Ex-Austrianer, Dragovic und Teamkapitän Julian Baumgartlinger, gewannen gegen einen Ex-Rapidler (Christopher Trimmel). Zwei österreichische  Teamlegionäre sind noch Sonntag dran: Für Stefan Lainer geht es mit Mönchengladbach gegen Fortuna Düsseldorf um eine Reaktion auf die historische 0:4-Pleite gegen Wolfsberg, Martin Hinteregger muss mit Eintracht Frankfurt daheim gegen Borussia Dortmund die dritte Niederlage hintereinander nach dem 1:2 in Augsburg und dem 0:3 gegen Arsenal verhindern. Trainer Adi Hütter fand die Leistung beim verpatzten Euopa League-Start gar nicht so schlecht. Frankurt gewann die ersten zwei Heimspiele. Drei Siege in den  ersten drei einer Bundesligasaison gelangen in Eintrachts Klubgeschichte bisher nie.

Ein Ergebnis mit Ausrufezeichen kam aus Englands Premier Lague: Manchester City fertigte Schlusslicht Watford mit 8:0 (5:0) ab, lag bereits nach 18 Minuten 5:0 in Führung. Verpasste den Rekordsieg, das 9:0 von Manchester United gegen Ipswich aus der Saison 1994/95, nur knapp. Sebastian Prödl und Tormann Daniel Bachmann werden froh gewesen sein, auch beim neuen Watford-Trainer Quique Flores vorerst nicht zum Kader zu gehören. In Italien verteidigt Inter ohne Valentino Lazaro durch das 2:0 (0:0) im Mailänder Derby gegen Milan die Tabellenführung.

Foto: RB Leipzig Media.

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