Fußball

Salzburg verkaufte 63.000 Karten für Champions League! Solet wird operiert

Die 17.218 Zuschauer am Sonntag beim 2:0 gegen Rapid (mit 74 Prozent Ballbesitz, 55 % gewonnener Zweikämpfe, 84% Passqualität und einem Flankenverhältnis von 24:4) bedeuteten ausverkauft in der  Salzburger Red Bull Arena. In der Bundesliga wird der Oberrang bis auf einen Sektor nicht geöffnet. Und auch der nur bei Bedarf.  In der Champions League ist das aber anders. Da beträgt die Kapazität 30 188 Plätze. Wie es aussieht, wird auch international am ausverkauft gekratzt werden. Denn bis Montag verkaufte Österreichs Meister nicht weniger als 21.000 Dreierabos für die  Heimspiele gegen Lille, Wolfsburg und Sevilla. Das heißt: 63.000 Karten sind weg. Eine stolze, tolle  Bilanz. Zum Vergleich: Rapid gilt als populärster Klub Österreichs, setzte für die Europa League bisher knapp 18.000 Dreierabos ab.

In Salzburg sind die Fans nach dem Superstart unter dem neuen Trainer Matthias Jaissle, mit dem es noch keine Niederlage gab, euphorisch und auch in eineinhalb Woche in der Königsklasse gegen Lille total auf Sieg eingestellt. Wie viel Power die Fans der Mannschat geben können, erkannte man am Sonntag. Das sprach nach dem Arbeitssieg auch Jaissle an: „Was unsere Fans abgeliefert haben, war aller Ehren wert. Das war sicherlich auch ein Faktor, warum wir diese Energie bis zum Schluss durchgehalten haben!“ Der Optimismus für einen Heimsieg über den französischen Meister kommt auch durch den Tabellenstand: Salzburg mit dem Punktemaximum Erster, Lille in der League 1 nach sechs Runden mit nur fünf Zählern bei einem Sieg, zwei Unentschieden und drei Niederlagen (zuletzt 1:2 bei Lorient und 0:1 in Lens) nur auf Rang 15 mit zwölf Punkten Rückstand auf Tabellenführer Paris St. Germain. Die Meistermannschaft, die den verletzten portugiesischen Mittelfeldstar Renato Sanches vorgeben muss, findet mit dem neuen Trainer Jocelyn Gourvennec nicht in die Spur. Aber auch in den Norden Frankreichs wird es sich herumgesprochen haben, dass sich Salzburg gegen tief verteidigende Mannschaften schwer tut. Wie gegen Rapid, wie zuvor in Sevilla nach der Pause mit einem Mann mehr und daheim gegen die Wiener Austria.

Durch den  Ausfall von Oumar Solet könnte es in der Innenverteidigung eng werden. Der Franzose muss erlitt Sonntag einen Meniskusriss im rechten Knie, wird zeitnah operiert, steht vorerst auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung. Zum Glück war es nicht  der zweite Kreuzbandriss in der Karriere des 21 jährigen Franzosen. Den ersten erlitt er am linken Knie im Jänner 2020. Trotzdem kaufte ihn Salzburg fünf Monate später um 4,5 Millionen Euro von Olympique Lyon. In dieser Saison zeigte Solet seine Klasse, daher ist sein Pech besonders bitter. Mit  dem Polen Kamil Piatkowski, Max Wöber, dem im Frühjahr an den FC Genoa verliehen gewesenen Jerome Onguene dem Brasilianer Bernardo und dem Schweizer U 21-Teamspieler Bryan Okoh hätte Salzburg zwar noch immer vier Innenverteidiger im Kader. Aber Bernardo hat Probleme im Knie, bei Wöber zwickt´s im Oberschenkel, zudem erwischte den Wiener ein grippaler Infekt.

Von Lille will in Salzburg noch keiner reden. Zuerst kommt Mittwoch in der zweiten Runde des Uniqa-Cups die Pflichtübung gegen den Regionalligaklub Kalsdorf, dann Samstag in der Bundesliga das Spiel in Wolfsberg.

Foto: Red Bull Salzburg.

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