Fußball

Salzburgs nächste coole Nummer mit Gulbrandsen

Ein Jubelabend für Österreich in der Europa League. Mit zwei wichtigen Siegen für die Fünfjahreswertung der UEFA. Zunächst durch Rapid, dann durch Red Bull Salzburg im „El Dosico“ gegen Red Bull Leipzig. Das Goldtor des Norwegers Fredrik Gulbrandsen nach 74 Minuten zum 1:0 bedeutete den fünften Sieg im fünften Gruppenspiel und den Gruppensieg. Das alles bringt Österreichs Meister allein an UEFA-Prämien 7,27 Millionen Euro: 2,92 Startgeld in der Gruppenphase, 2,85 Millionen für die fünf Siege, eine Million für den Gruppensieg plus eine halbe Million Startgeld für die Runde der letzten 32.  Red Bull-Boss Didi Mateschitz war beim Jubelabend nicht im Stadion, sondern im Urlaub.

Salzburg ließ nachher die Puls 4-Kameras für Bilder von der großen Siegesfeier in die Kabine. Die waren ebenso beeindruckend, mitreißend wie über lange Strecken Salzburgs Leistung. Speziell zu Beginn, als man merkte, dass Leipzig erstmals in dieser Zusammensetzung spielte. Jetzt führen die Salzburger im internen Red Bull-Duell 2:0. Auch dank der Siegestore von Fredrik Gulbrandsen. In Leipzig traf er in letzter Minute, Donnerstag Abend bereits nach 74. Und wie im ersten Spiel hatte wieder Zlatko Junuzovic seine Beine im Spiel. Sein Instinktpass mit links in den Lauf des nach vorne stürmenden Kapitäns Andreas Ulmer öffnete den Weg zum goldenen Tor. Ulmers Pass verwertete Gulbrandsen. Trainer Marco Rose gab zu, dass er dabei Glück hatte. Weil er  Gulbrandsen gerade gegen den Japaner Takumi Minamino tauschen wollte, aber dazu noch nicht kam. Sondern erst zwei Minuten nach dem Treffer.

„Wieder eine coole Nummer, die uns da gelang. Die Jungs müssen jetzt diese Momente genießen, denn dafür haben wir alle hart gearbeitet“, freute sich Marco Rose, der wieder einmal mächtig stolz auf seine Erfolgstruppe sein durfte, mit der er in allen Heimspielen seiner Ära noch keine Niederlage kassierte, die in fünf Spielen hintereinander gegen deutsche Mannschaften nicht verlor. Zweimal gegen Leipzig, im Frühjahr zweimal gegen Peter Stögers Borussia Dortmund, dem man in Deutschland nach dem Ausscheiden im Achtelfinle damals in den deutschen Medien das Wort Blamage um die Ohren knallte, in der Gruppenphase 2016 noch unter dem Spanier Oscar Garcia daheim 2:0 gegen Schalke.“Das ist eine europäische Spitzenmannshaft“ verteilte Leipzigs Trainer Ralf Rangnick Komplimente. Der man eine Neuauflage des Höhenflugs wie im letzten Jahr wieder zutrauen kann. Die Erwartungen sind merkbar gestiegen.

Leipzig ist auf Salzburger Hilfe angewiesen, um weiter zu kommen, da Celtic Glasgow bei Rosenborg Trondheim 1:0 gewann. Daher ist Leipzig nur Dritter. Den Schotten reicht ein Punkt am 13. Dezember gegen Salzburg um vor Leipzig zu bleiben. Nur mit einem Salzburger Sieg im Celtic-Park kann Rangnicks Mannschaft die Schotten überholen. Bei Salzburg wird Xaver Schlager fehlen, der sich in der Nachspielzeit aufreizend so lange Zeit mit einem Outeinwurf ließ, bis er Gelb bekam und damit gesperrt ist. Sah nach Absicht aus, um im Februar sicher  dabei zu sein. Ganz schön abgezockt für einen 21jährigen. Für Rose steht ausser Diskussion, dass Gruppensieger Salzburg auch in Glasgow alles mobilisieren wird. Alles andere lässt die fast abartige Gewinnermentalität dieser Mannschaft nicht zu. Originalton Rose: „Wir fahren nach Glasgow, werden die Stimmung mit 60.000 Zuschauern aufsaugen und genießen, danach wieder einen raushauen.“

Den fünften Sieg im fünften Spiel schaffte auch der ehemalige Salzburger Erfolgstrainer Adi Hütter mit Eintracht Frankfurt: Daheim vor 51.000 begeisteten Fans 4:0 (2:0) gegen den Finalisten und Salzburg-Bezwinger der letzten Saison ,Olympique Marseille, mit seinem früheren Schützling Duje Caleta-Car. Marseille ist damit fix ausgeschieden. Auch ein österreichischer Legionär schaffte Donnerstag den Aufstieg als Gruppensieger: Der Ex-Austrianer Emir Dilaver mit Kroatiens Meister Dinamo Zagreb durch ein 0:0 in Istanbul gegen Fenerbahce.  Aleksandar Dragovic, Julian Baumgartlinger und Tormann Rambo Özcan sind mit Leverkusen Tabellenführer. Beim 1:1 gegen Ludogorets Razgrad spielten Dragovic und Özcan über die volle Distanz, Teamkapitän Baumgartlinger ab der 35.Minute im Abwehrzentrum mit Dragovic. Von den 32 Klubs im Sechzehntelfinale stehen vor den letzten Gruppenspielen insgesamt 16 fest. 13 aus der Europa League,  dazu  drei Dritte aus der Champions League, die bereits fix sind: Aus Deutschland Eintracht Frankfurt und Leverkusen,  aus England Chelsea und Arsenal, aus Spanien Betis Sevilla und Valencia, aus Italien Milan und Lazio Rom, aus Portugal Sporting Lissabon und Benfica  aus Belgien der FC Brügge, aus der Schweiz der FC Zürich, aus Russland Zenit St.Petersburg, aus der Ukraine Dynamo Kiew, aus der Türkei Fenerbahce Istanbul, aus Österreich Red Bull Salzburg.

Foto: © FC RB Salzburg Media (GEPA).

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