Fußball

Sturm Graz ist Rapid einen Schritt voraus: Niangbo!

Wenn Rapid Donnerstag in Larnaca gegen Anorthosis Famagusta den 3:0-Vorsprung aus dem ersten Spiel zum Aufstieg ins Play-off der Qualifikation für die Europa League verwandelt, dann spielt Rapid im Herbst sicher in einer Gruppenphase. Entweder Europa oder Conference League. Das steht bei Sturm Graz schon außer Diskussion. Denn die Steirer steigen erst ins Play-off gegen den Sieger aus Mura aus Slowenien und Litauens Meister Schalgiris Wilna. Das 0:0 beim ersten Spiel in Slowenien beobachteten sowohl Sturms Sportchef Andreas Schicker als auch Trainer Christian Ilzer, Donnerstag fliegt Schicker nach zum Retourspiel in die Hauptstadt von Litauen. Er ist überzeugt, dass Sturm den Sieger aus diesem Duell bezwingen kann, in die Europa League kommt. Aber auch die Conference League würde nichts ändern: Im Herbst warten englische Wochen, nach dem Play off noch sechs internationale Spiele. Darum rüstete Schicker den Kader auf. Ist damit seinem Kollegen in Hütteldorf, Zoran Barisic, um einen Schritt voraus. Schicker holte einen 21 jährigen Stürmer, der eine Österreich-Vergangenheit: Anderson Niangbo. Sicher ein guter Griff. Wie auch Winterkauf Kelvin Yeboah einer war.

Niangbo kam im Jänner 2018 von der Elfenbeinküste nach Salzburg, spielt dann eineinhalb Jahre in der zweiten Liga bei Liefering. Dann wurde er an Wolfsberg verliehen, wo er gute, auffällige Leistungen bot. Nach einem halben Jahr beorderte ihn Salzburgs Sportchef Christoph Freund im Jänner 2020 zurück, was laut Vertrag möglich war, verkaufte ihn um vier Millionen Euro an Gent. Von dort konnte ihn Schicker für ein Jahr ausleihen. Bei Wolfsberg war Niangbo etwas im Schatten von Torjäger Shon Weissman, kam aber trotzdem in 26 Spielen auf neun Tore und sieben Assists.  Bei Gent, dem Sieger im Play-off um einen Europa League-Platz, waren es in 33 Partien nur fünf Treffer und ein Assist. Gent hatte vor einem Jahr in der Qualifikation für die Champions League Rapid daheim 2:1 besiegt.

„Jetzt haben wir einen zweiten schnellen Stürmer zu Yeboah, sind in Sachen Tempo nicht mehr von ihm abhängig. Das tut gut“, meinte Schicker, der schon vor dem Start gegen Meister Red Bull Salzburg angekündigt hatte, dass sich in punkto Personal noch etwas tun wird. Weil dies für ihn und Ilzer es wegen des bevorstehenden Herbstprogramms unbedingt notwendig war. In Österreich sind solche Aktionen wie in Ungarn und Tschechien nicht möglich, von denen aktuell Peter Stöger zwischen den Qualifikationsspielen zur Champions League mit Ferencvaros gegen Slavia Prag profitierte. Das anstehende Meisterschaftsspiel gegen Fehervar mit Trainer Imre Szabics, dem ehemaligen Assistenten von Teamchef Franco Foda wurde einfach verschoben. So wie das Spiel von Slavia Prag in Olmütz. In Österreich undenkbar. Ferencvaros kann daher Dienstag Abend in Prag ausgeruht das 2:0 vom ersten Spiel verteidigen. Stöger: „Wir glauben an unsere Qualitäten!“

 

Foto: SK Sturm Graz.

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