Fußball

Vorwürfe gegen Jürgen Werner: Die Liga ist am Zug!

Wieder ein Aufreger um den LASK. Diesmal nicht um den Stadionbau und Präsident Siegmund Gruber, sondern um den für den Sport zuständigen und auf diesem Gebiet erfolgreichen Vizepräsident Jürgen Werner. Der am Cover des Magazin News als  Fussball-Pate mit dunklen Milliarden-Deals bezeichnet wird. Ziemlich heftige Attacken. Werner wird vorgeworfen, auch nach 2015, als es bereits die FIFA-Regeln verboten, die Transferrechte für die meisten Spieler des LASK besessen zu haben und über eine Investmentfirma mit seinem Partner Manfred Schill, mit dem er früher bei VOEST Linz zusammengespielt hatte, auf diese Art rund vier Millionen Euro verdient zu haben.  Speziell mit dem Wechsel von Joao Victor nach Wolfsberg und zuvor von Paulo Otavio nach Ingolstadt. Es werden auch andere aktuelle LASK-Gespieler genannt. Von Peter Michorl bis zur Marko Raguz. Aber von denen gab es keine Transfers. Werner wies alle Vorwürfe entschieden zurück. Aber ist die Sache damit erledigt?

Es stellt sich die Frage, wer „News“ die Informationen und „vertraulichen“ Dokumente zugespielt hat. Wie üblich verdächtige die Linzer Chefetage Wiener Kreise, genau gesagt die aus Hütteldorf. Lächerlich. Ein solches Insiderwissen über Linzer Interna kann nur aus  LASK-Kreisen kommen. Ist da nicht in diesem Jahr ein Vizepräsident nach einem Zwist mit Gruber über die Kosten des Stadionbaus nicht gerade „fein“ verabschiedet worden? Die Rede ist von Manfred Zauner. Zivilrechtlich wird diese Sache nichts ergeben. Sollte es in der Causa wirklich einen Geschädigten geben, dann kann es nur der  LASK gewesen sein. Und der wird den 59 jährigen Werner nicht klagen. Eine andere Sache ist die verbandsrechtliche Seite. Eigentlich kann Liga-Vorstand Christian Ebenbauer die Sache nicht auf sich beruhen lassen, sondern muss tätig werden. Ein Verfahren einleiten lassen. Wie vor einem Jahr, als bekannt wurde, dass LASK während der Corona-Pause gegen die Trainings-Auflagen verstoßen habe. Das endete damals mit einem Punkteabzug für die Linzer, die ansonst als Erster in das Meister-Play-off gegangen werden. Werner übernahm die Verantwortung für den Fehler. Weiters erinnert man sich, dass Ebenbauer einst den LASK-Sportchef Werner aufgefordert hatte, seine Tätigkeit als Spielerberater mit der „Stars&Friends“-Agentur aufzugeben. Werner verkaufte später tatsächlich seine Anteile an „Stars&Friends“.

Nachzuprüfen, ob an den heftigen News-Vorwürfen etwas wahre dran ist oder nicht, scheint alternativlos. Es gilt die Unschuldsvermutung. Sollte sich herausstellen, dass hinter den Attacken ein wahrer Kern steckt, dann hätte dies nicht nur für den LASK mitten im Stadionbau schlimme Konsequenzen. Sondern würde einen Tiefschlag für die gesamte Fußballszene bedeuten.

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