Fußball

Warum Onisiwo Tore gegen Hütter besonders freuen

Auch Sonntag gab´s in der deutschen Bundesliga ein Österreicher-Tor. Erzielt von Karim Onisiwo zum 1:1 (0:1) von Mainz bei Borussia Mönchengladbach. Damit verhinderte er, dass sein Landsmann Adi Hütter sich bei der Rückkehr auf die Trainerbank nach Corona und Kehlkopfentzündung über einen Sieg freuen konnte. Für „Bild“ war es bereits das zweite Rache-Tor von Oniswo gegen Hütter. Er soll sich über Tore gegen Mannschaften, die Hütter trainiert, besonders freuen. Der Grund liegt schon zehn Jahre zurück.

Damals übernahm Hütter Grödig in der zweiten Liga. Onisiwo kam als Spieler von Straßwalchen zum Probetraining, nach einem Testspiel gegen RB Leipzig wollte Hütter den damals 20 jährigigen nicht verpflichten, führte ohne ihn Grödig in die Bundesliga. Onisiwo übersiedelte zu Austria Salzburg. Auf die sogenannte Rache musste er neun Jahre warten: Letzte Saison traf er am 9. Mai beim 1:1 im Main-Derby bei Eintracht Frankfurt. Hütter verfehlte am Ende den Champions League-Platz um einen Punkt. Hätte Frankfurt gegen Mainz nicht zwei liegen gelassen, wäre nicht Wolfsburg mit dem jetzigen Frankfurt-Trainer Oliver Glasner als Vierter für die Champions League qualifiziert gewesen, sondern Frankfurt mit Hütter. Zu Rang vier fehlte am Saisonende nur ein Punkt.

Sonntag gelang es Onisiwo als einzigem Mainzer, den überragenden Mönchengladbach-Tormann Yann Sommer zu bezwingen.  Bisher war Onisiwo mit acht Assists der beste Mainzer Vorlagengeber, jetzt beginnt er auch zu treffen. Es war sein viertes Saisontor. Mainz hat noch eine kleine Chance auf einen Europa League-Platz, Mönchengladbach muss sich keine Abstiegssorgen mehr machen.

Michael Gregoritsch fehlte beim 3:0 von Augsburg gegen Wolfsburg nach einem positiven Corona-Test. Den lieferte er Donnerstag nach der Rückkehr von Österreichs Team ab. Damit könnte das Gregoritsch-Tor beim 2:2 gegen Schottland am letzten Dienstag ein historisches gewesen ein: Der erste Treffer eines Spielers im Teamdress, der bereits mit Covid 19 infiziert war. Die Vermutung liegt nahe, weil Gregoritsch am Tag vor dem Spiel wegen einer Verkühlung nicht trainierte. Bei Wolfsburg spielte Xaver Schlager 75 Minuten, für Tormann Pavao Pervan ging seine schwarze Serie weiter: In allen sechs Partien, in denen er zum Einsatz kam, gab es Niederlagen. Weil Trainer Florian Kohfeldt wegen Corona fehlte, wurde Wolfsburg von seinem erst 25 jährigen Assistenten Vincent Heilmann gecoacht.

In der zweiten Liga holte Werder Bremen mit Romano Schmid trotz enttäuschendem 1:1 (0:0) gegen Sandhausen Platz eins vom FC St. Pauli zurück. Der Kapitän von Österreichs U 21 verlängerte vorzeitig seinen Vertrag in Bremen um drei Jahre bis 2026. Nächsten Samstag muss Bremen nach Hamburg zum FC St. Pauli und Guido Burgstaller,  nach dem 0:1 bei Hansa Rostock einen Punkt hinter Werder Dritter und am Relegationsplatz. Darmstadt eroberte mit dem Wiener Mathias Honsak den zweiten Aufstiegsplatz durch den 3:1-Heimsieg gegen Holstein Kiel mit dem Ex-Austrianer Benedikt Pichler. Der vierte Österreicher im Aufstiegskampf ist auf Platz vier Schalkes Tormann Martin Fraisl: je ein Punkt Rückstand auf Burgstaller und Honsak, zwei auf Schmid.

 

Foto: FSV Mainz.

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