Fußball

Wie kann Salzburg diesen Lewandowski stoppen? Matthäus contra Hütter

Acht Tage nach dem 1:2 gegen Borussia Mönchengladbach zeigt sich Bayern München wieder voll auf der Höhe. Einen Monat vor dem ersten Achtelfinalein der Champions League bei Red Bull Salzburg fertigte der Tabellenführer den 1.FC Köln auswärts 4:0 (2:0) ab, ließ den Kölnern, bei denen Florian Kainz und Louis Schaub, den nach 58 Minuten Dejan Ljubicic ersetzte, begannen, keine Chance, den vierten Sieg in Serie zu feiern. Danach gab´s einen Tausch, der bald Kultstatus bekommen wird: Kölns Trainer Steffen Baumgart bekam von Bayerns Kapitän  Manuel Neuer dessen Tormanntrikot, gab ihm dafür seine graue Schiebermütze.

Herausragend in Köln: Robert Lewandowski (Bild oben) der mit seinen Saisontoren 21 (zum 1:0),  22 (zum 3:0) und 23 (zum 4:0)  als erst zweiter Spieler nach dem legendären Gerd Müller die 300 Tor-Marke in der Bundesliga knackte. Wie wird Salzburg den besten Mittelstürmer der Welt stoppen können? Auf diese Frage gibt es keine Antwort. Herausragend auch Thomas Müller und Leroy Sane. Müller bereitete das erste und zweite Tor vor, womit mehr als 150 Assists auf sein Konto gehen. Das bedeutet Rekord in der Bundesliga. Vom nach einer Stunde eingetauschten Sane kamen die Passes zu den letzten zwei Bayern-Toren. Marcel Sabitzer stand zum zweien Mal hintereinander in der Startelf. Wieder auf der ungewohnten Position des linken Verteidigers. Auf der er viel besser aussah als eine Woche zuvor. Er leitete die Aktion zum zweiten Treffer, den der Franzose Correntin Tolisso erzielte, ein. Möglicherweise wird Österreichs Teamspieler auch gegen seinen Ex-Klub Salzburg Bayerns linker Verteidiger sein: Denn der Kanadier Alphonso Davies wird laut Trainer Julian Nagelsmann wegen der Herzmuskelentzündung mindestens vier Wochen fehlen.

Den Aufwärtstrend vom 2:1 gegen Bayern konnte Adi Hütter mit Mönchengladbach nicht prolongieren. Er gab zu, dass die 1:2 (0:0)-Heimniederlage gegen Leverkusen, bei der Stefan Lainer bis zur 80. Minute spielte, verdient war. Ohne Tormann Yann Sommer, der unter anderem zwei Elfmeter abwehrte, wäre sie noch höher ausgefallen. Beide Tore kassierten die Verlierer nach einer Standardsituation, eine bekannte Gladbacher Schwäche. Das Verhängnis begann mit dem sehr zweifelhaften ersten Elfmeter. Leverkusens Torjäger Patrick Schick scheiterte an Sommer, aus dem daraus resultierenden Eckball fiel das 0:1. Danach kritisierte Sky-Experte Lothar Matthäus Hütter vehement, weil er auf den deutschen Teamspieler Matthias Ginther, der den Klub am Saisonende verlässt, verzichtete, ihn im Abwehrzentrum durch Neuzugang Marvin Friedrich ersetzte: „Ihr seid nicht weit weg von den Abstiegsplätzen, da müssen die Besten spielen!“ Hütters Antwort: „Jeder hat seine Meinung. Wir haben im Dezember mit Ginther in vier Spielen 17 Tore kassiert!“

Ein österreichischer Verlierer war auch Sasa Kalajdzcic. Der VfB Stuttgart blieb das vierte Spiel hintereinander ohne Tor, unterlag RB Leipzig 0:2 (0:1), kann Sonntag auf einen Abstiegsplatz zurückfallen. Kalajdzic scheiterte bei 0:1 mit einem Kopfball an Tormann Peter Gulacsi: „Mir ist es lieber, wir spielen einen Scheißdreck und haben am Ende drei Punkte“, sagte Kalajdzic in seiner bekannt offenen Art in die Sky-Mikrofone. Leipzigs destruktive Taktik endete mit dem ersten Auswärtssieg in dieser Saison, der Ex-Salzburger Dominik Szoboszlai verletzte sich beim Aufwärmen.

Die österreichischen Sieger außer Sabitzer: Christopher Trimmel und Karim Onisiwo. Trimmel verwandelte mit Union Berlin gegen Hoffenheim im Österreicher-Duell gegen Stefan Posch und Christoph Baumgartner den 0:1-Rückstand in ein  2:1 (1:1), eroberte mit den“Eisernen“ Rang fünf.  Bei Hoffenheim fehlte Florian Grillitsch nach einem positiven Corona-Test. Onisiwo schlug mit Mainz Bochum 1:0 (0:0), sein Trainer Bo Svensson sah die vierte gelbe Karte, ist daher ein Spiel gesperrt. Das schaffte vor dem Dänen noch keiner.

In der zweiten Liga gelang Guido Burgstaller der Start mit St. Pauli nicht nach Wunsch. Nur 2:2 gegen den Vorletzten Erzgebirge Aue, wobei erst in der Nachspielzeit ein Punkt gerettet wurde. Auch der Zweite Darmstadt mit dem eingewechselten Matthias Honsak kam gegen Karlsruhe über ein 2:2 nicht hinaus. Romano Schmid und Marco Friedl siegten mit Werder Bremen im Österreicher-Duell gegen Christoph Klarer und Fortuna Düsseldorf 3:0 (0:0), stießen auf Platz drei vor, blieben im Aufstiegsrennen. Einen Rückschlag gab es für Nikolan Dovedan und Nürnberg mit der 0:1-Heimniederlage gegen Paderborn.

Abgesagt wurde die Trainerpremiere von Andi Heraf in der dritten Liga bei Türkgücü München: Startgegner Hallerscher FC hatte nicht 17 gesunde Spieler.

 

Foto: Bayern München.

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