Fußball

Auch Kainz und Ljubicic: Die Runde der Österreicher-Tore!

Sechs Tore von österreichischen Legionären in einer Runde der deutschen Bundesliga. Was Samstag und Sonntag zum Auftakt der neuen Saison gelang, passierte bisher nicht oft. Zweimal traf Karim Oniwso beim 2:1-Sieg von Mainz in Bochum, den Ausgleich der Verlierer erzielte Kevin Stöger. Michael Gregoritsch sorgte bei Freiburgs 4:0 in Augsburg für den Führungstreffer. Sonntag war der Tag der Ex-Rapidler im Dress des 1.FC Köln: Beim 3:1 (2:0)-Heimsieg vor 50.000 Zuschauern gegen Aufsteiger Schalke ging das 2:0 auf das Konto von Florian Kainz, das 3:1 auf das von Dejan Ljubicic. Vier der sechs Treffer fielen vier per Kopf: Beide von Onisiwo, der von Gregoritsch und der von Ljubicic. Mit etwas Glück: Ljubicic köpfte gegen die Stange, von dort ging der Ball via der Ferse des Schalke-Tormann über die Linie.  Kainz traf zuvor nach einem Strafraumgetümmel aus kurzer Distanz mit rechts, der Treffer zählte erst nach langer VAR-Überprüfung. Denn als der Ball in den Strafraum flog, stand der Grazer knapp im Abseits. Aber das wurde dann nicht als aktiv gewertete.

Worüber Kainz sehr froh war, wie er zugab. Der Kölner Videokeller, nicht weit vom Stadion entfernt, spielte eine große Rolle: Er ließ die Schalker Führung wegen Abseits nicht gelten, sorgte dafür, dass Schalke ab der 33. Minute nur noch mit zehn Mann spielte und hatte gegen das Kainz-Tor nichts einzuwenden. „Selten ein Match erlebt, um das es so viele Aufregungen gab“, gestand Kainz. Nicht nur durch den VAR. So war beim Training am Vormittag Torjäger Anthony Modeste noch dabei, am Nachmittag beider Besprechung nicht mehr. Dazwischen einigten sich Köln und Borussia Dortmund über den Wechsel des 34 jährigen Franzosen. Der letzte Saison Kölns bester Torschütze war, 23 Treffer in 35 Pflichtspielen erzielte. Dortmund holt ihn als Ersatz für den wegen eines Hodentumors operierten Sebastien Haller, zahlt fünf Millionen Euro Ablöse. Modeste verdient bei Borussia für ein Jahr sechs Millionen. Das wäre in Köln nicht möglich. Haller sollte bei Dortmund Nachfolger für Ex-Salzburg-Torjäger  Erling Haaland nach dessen Wechsel zu Manchester City werden. In seinem ersten Premier League-Spiel sorgte Haaland Sonntag mit einem Doppelpack für den 2:0-Auswärtssieg des Meisters in London gegen West Ham.

Auch Sasa Kalajdzic leistete in den 63 Minuten, in denen er beim 1:1 (1:1) des VfB Stuttgart gegen RV Leipzig spielte, einen Beitrag zu dem Punkt: Er bereitete den Ausgleich vor. „Für uns ein gutes Ergebnis“, gab er zu. Bei 26 Torschüssen der Leipziger eine realistische Einschätzung. Bei den „Bullen“ spielte kein Österreicher: Konrad Laimer verletzte sich im Training am Sprunggelenk, Neuerwerbung Xaver Schlager blieb auf der Bank, obwohl sein Freund fehlte. Schon ein Grund nachzudenken, ob der Wechsel von Wolfsburg nach Leipzig die richtige Entscheidung war? Kämpfer Schlager wird nicht aufgeben. Als Kevin Kampl, der im zentralen Mittelfeld spielte, ausgetauscht wurde, kam nicht Schlager, sondern mit Dominik Szoboszlai ein anderer Ex-Salzburger. Leipzig rüstet weiter auf: Von Chelsea kommt nach zwei Jahren Torjäger Timo Werner zurück. Die Ablöse für den 26 jährigen beträgt 20 Millionen Euro plus Boni. Der pfeilschnelle deutsche Teamstürmer hatte seine beste Zeit, als Ralph Hasenhüttl von 2016 bis 2018 Trainer von RB Leipzig war.

Foto: DPA.

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