Fußball

Die härtesten 18 Tage für Rapid: Kühbauer im Kampf gegen Stimmen von außen

Der August war schon heftig. Aber was auf Rapid ab Donnerstag in 18 Tagen bis zum 3. Oktober zukommt, ist noch viel heftiger. Vor allem die bisher stärksten Gegner in dieser Saison: Zunächst Genk zum Auftakt der Europa League-Gruppenphase in Hütteldorf, Sonntag darauf auswärts Meister Red Bull Salzburg, wo eine Niederlage zu erwarten ist, danach Donnerstag der Schlager im Uniqa-Cup bei der Admira, die letzten Samstag Rapid im Allianz-Stadion bezwang, drei Tage später gastiert Sturm Graz, der Zweite in der Bundesliga, bei Grün-Weiß. Dann folgt das sicher schwerste Spiel in der Europa League beim englischen Spitzenteam West Ham im Olympic Stadium von London, in dem Rapid normal null Chance hat. Zum Abschluss vor der Länderspielpause folgt noch das Heimspiel gegen WSG Tirol. Man muss kein Schwarzmaler sein, wenn man es nach dem bisherigen Saisonverlauf nicht für ausgeschlossen hält, dass Rapid Anfang Oktober nicht mehr unter den ersten sechs der Bundesliga rangiert.

Zum Auftakt des Monsterprogramms steigt das fünfte Duell in der Klubgeschichte gegen Genk. Vor neun Jahren gab es im Happel-Stadion ein 2:2 mit einem Doppelpack des Amerikaners Terrence Boyd. 2016 trafen beim 3:2 im Allianz-Stadion mit Stefan Schwab und Joelinton zwei, die nicht mehr bei Rapid sind, dazu gab es ein Eigentor. Was passiert 2021? Genk ist laut Trainer Didi Kühbauer über Rapid zu stellen, vor allem am Transfermarkt. Daher soll Genk die besten Offensivspieler von Belgiens Eerste Klasse A haben, in der Rapids Gegner aus den ersten sechs Spielen elf Punkte holte. Vor allem mit dem 2,01 Meter großen nigerianischen Mittelstürmer Paul Onachu, letzte Saison mit 35 Toren in 41 Pflichtspielen sehr, sehr effizient, der mit Flanken gefüttert wird. Speziell vom Flügel Theo Bogonda, einem Belgier mit kongolesischen Wurzeln. Neu dazu kam im Sommer aus Chelseas U 23  Ike Ugbo. Dort spielte der afrikanische Stürmer mit Rapids Neuzugang Thierno Ballo zusammen. Der Donnerstag zum Kader gehören wird, was laut Kühbauer nicht heißt, dass er auch zum Ersatz kommen wird.

Letzten Sonntag kam  Genk, daheim gegen Nachzügler St. Gilloise,der sein Tor mit einer Fünferabwehr verbarrikadierte, nur zu einem 1:1, das  Tor fiel durch einen von Onachu verwandelten Elfmeter. Ob Rapid dem Beispiel folgen wird? „Wir dürfen nicht nur verteidigen, müssen auch selbst Akzente setzen“, behauptet Kühbauer. Egal, ob mit zwei oder drei Innenverteidigern, Onachu wird Leo Greiml und Max Hofmann ziemlich beschäftigen. In der Defensive machen bei Genk die Kolumbianer  John Lucumi und  Carlos Cuesta vor dem 19 jährigen Torwarttalent Marten Vandervoort den Laden dicht. Zum Kader gehört Joseph Paintsil, der ältere Bruder des Hartberg-Legionärs. Erste Wahl ist er für den holländischen Trainer John van den Brom aber nicht.

Bei Rapid gibt´s Ausfälle: Filip Stojkovic ist zwar wieder dabei, aber Robert Ljubicic nicht. Das lädierte Spunggelenk lässt es nicht zu, was Rapid sicher weh tut. Tormann Richard Strebinger meldete sich nach der Pleite gegen Admira wieder mit Schmerzen in der linken Schulter ab, also beginnt Paul Gartler  Dreimal kam er in der Saison zum Einsatz: Gegen Ried ersetzte er Strebinger nach 57 Minuten, im Derby gegen Austria (Bild oben) und in den Europa League-Play offs gegen Sorja Luhansk spielte er von Beginn an. Eine Niederlage mit ihm gab´s nicht: „Er macht seine Sache gut“, behauptet Kühbauer von dem 24 jährigen Steirer. Kühbauer weiß, was  bis 3. Oktober auf ihn zukommen wird. Er rechnet mit Stimmen von außen, wie er Montag Abend bei Sky in „Talk und Tore“ zugab „Wichtig ist, dass wir intern die Nerven behalten, dann werden wir die Kurve schon kriegen“. In Zeiten wie diesen sei es wichtig, eine Meinung zu haben….


Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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