Fußball

Die Österreicher in Belgien: Thalhammer-Siege, Holzhauser gegen Abstieg, Maderner um Aufstieg

Letzte Saison war Belgien-Legionär Raphael Holzhauser im Höhenflug. Ein Thema bei Österreichs Teamchef Franco Foda, mit Beerschot in der Eerste Klasse A mitunter sogar vorne dabei, am Ende knapp das Play-off um einen Europacup-Platz verfehlt, das ein anderer Ex-Austrianer, nämlich Marko Kvasina, mit Oostende schaffte. Je 16 Tore und Assists war die Bilanz von Holzhauser, womit der 28 jährige Sechster der Schützenliste war. Derzeit zeigt sich ein anderes Bild: Holzhauser mit Beerschot nach 18 von 34 Runden abgeschlagen Letzter, acht Punkte hinter dem Vorletzten Waregem, damit fast schon vom Abstieg gezeichnet.  Kvasina liegt mit Oostende nur drei Punkte vor Waregem, schwebt damit in Abstiegsgefahr. Die Bilanz von Holzhauser: Drei Tore und fünf Assists in 17 Einsätzen, die von Kvasina, der auch eine Mattersburg-Vergangenheit hat, ein Tor und zwei Assists in 15 Spielen.  Da gibt´s  viel Luft nach oben. Bisher nicht bei Ex-LASK-Trainer Dominik Thalhammer: Seit er Trainer bei Cercle Brügge ist, gab es in drei Spielen drei Siege. 2:0 gegen Kortijk, 2:1 bei St. Truiden, 2:0 gegen Seraing Brüssel am Dienstag. Damit verließ Cercle Brügge die Abstiegsplätze.

Die beste Bilanz der österreichischen Spieler in Belgien hat einer, der „nur“ in der Eerste Klasse B spielt. Die vom Niveau her nicht so schlecht sein kann, sonst wäre Aufsteiger Union St. Gilloise nicht oben derzeit Tabellenführer vor Meister FC Brügge. Mit vier Punkten Vorsprung. Daniel Maderner, letzte Saison bei Altach, im Frühjahr mit dem nunmehrigen Austrianer Manfred Fischer gemeinsam der beste Torschütze der Vorarlberger (je vier Treffer), hofft mit Absteiger Waasland-Beveren in die Relegation um den Aufstieg zu kommen. Sein bisheriger Beitrag: Acht Tore und ein Assist bei 14 Partien. Nicht schlecht, wenn man zum Vergleich bedenkt, dass ein Ex-Klub Altach in 18 Bundesligarunden nur auf zehn Treffer kam.

In der Erste Klasse B spielen acht Klubs viermal gegeneinander. Nach 28 Runden steigt der Erste automatisch auf, der Zweite spielt gegen den Vorletzten der Erste Klasse A um den Aufstieg. Das ist das realitische Ziel für den 26 jährigen Maderner. Denn der Erste Westerloo wird mit zehn Punkten Vorsprung kaum noch zu überholen sein  Waasland Beveren ist auch dank des 1,90 Meter großen Maderner, der  viermal in Österreich U 21 spielte, vor Altach bei Amstetten und Wr. Neustadt, Zweiter: Letzten Sonntag jubelte er beim 4:1 im Spitzenspiel gegen den Dritten SK Deinze über den Assist zum 1:0, seine Tore zum 3:1 und 4:1 (Bild oben).  Mit Marc Schneider hat Maderner einen Schweizer Trainer, der von 2017 bis 2020  bei Thun  arbeitete, als der Klub noch in der Super League spielte. Schneider lernte zuvor als Assistent von Urs Fischer, jetzt Trainer von Union Berlin.

Könnte passieren, dass Maderner im Frühjahr in der Relegation auf einen Landsmann trifft. Wenn sich Holzhauser mit Beerschot steigert, die rote Laterne abgibt. Oder wenn Kvasina mit Oostende weiter zurückfällt. Oder wenn Thalhammer seinen Aufschwung mit Cercle Brügge nicht fortsetzen kann.

 

 

Foto: Krenn.

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