Fußball

Doppelpack-Marko! Abfuhr für Innenverteidiger Fuchs

Im ungewohnten Hellblau endete für Marko Arnautovic seine fast viermonatige Torsperre bei Stoke. Beim ersten Sieg der „Potters“ in Sunderland seit 23 Jahren, dem wichtigen 3:1 (3:1) beim Abstiegskandidaten, sorgte er in zwischen der 15. und 21. Minute  für den Doppelpack, seine Saisontore zwei und drei. Zuletzt traf der Österreicher am 18. September in Runde fünf bei der 1:4-Pleite in London gegen Crystal Palace. Sehenswert war der zweite Treffer von Arnautovic, als er nach doppeltem Doppelpass mit dem Schweizer  Shaqiri und dem 2,01 Meter großen Stürmerriesen Crouch den italienischen Keeper Manone mit einem Schuss ins kurze Eck bezwang. Damit war der dritte Doppelpack von Arnautovic in der Premier League perfekt, der erste seit 27. Februar 2016 zum 2:1 gegen Aston Villa: „Er zeigte wieder  einmal seine Klasse. Ich bin froh, dass wir ihn haben“ versicherte Arnautovic-Trainer Mark Hughes. Denn mit den drei Punkten stieß Stoke vor den Heimspielen gegen Manchester United und Everton auf Platz neun vor, elf Zähler vor der Abstiegszone. Besser war Stoke in dieser Saison noch nie platziert.

„Ich versuche in jedem Spiel positiv einzuwirken, ein Tor zu schießen“, gestand Arnautovic seine Erleichterung, „aber die ersten 20 Runden  verliefen für mich unglücklich.“ Zuletzt stand er ebenso wie alle Mitspieler wegen der 0:2-Cupblamage daheim gegen Wolverhampton in der Kritik. Mit dem Doppelpack verstummte sie. Nur ein Stürmer traf Samstag in der Premier League öfters: Tottenhams Torjäger Harry Kane dreimal beim 4:0 gegen West Bromwich. Ein Österreicher fühlte  sich auf der Tribüne der White Hart Lane als Verlierer: Kevin Wimmer gehörte sechs Tage nach seiner fehlerfreien Partie beim 2:0-Cupaufstieg gegen Aston Villa nicht einmal zum Kader. Das tut weh. So wie auch  Christian Fuchs die 0:3-Abfuhr mit Meister Leicester daheim gegen Tabellenführer Chelsea. Der Meister liegt nur fünf Punkte vor  dem ersten Abstiegsplatz, zwei Punkte hinter Watford. Dort reichte es für Sebastian Prödl gegen Middlesbrough auch nicht zum Befreiungsschlag, nur zu einem 0:0.

Zurück zu Fuchs und Leicester: Weil mit Regisseur Mahrez und Torjäger Slimani zwei Stützen beim Afrika-Cup sind, versuchte es Trainer Claudio Ranieri mit einem neuen System. Drei Innenverteidiger, einer davon  hieß Fuchs. Neben  dem Deutschen Huth und Morgan.  Erstmals bei Leicester bekam Fuchs diese Rolle.  Als Linksverteidiger kann er sicher mehr Akzente setzen. Jeweils nach sechs Minuten der ersten und zweiten Hälfte traf Tabellenführer Chelsea, jeweils durch den spanischen Linksfuss  Marcos Alonso. Nach dem 0:2 opferte Ranieri Huth für den japanischen Offensivspieler Okazaki. Prompt folgte das 0:3. Chelseas 3-4-3 funktionierte viel besser, Trainer Antonio Conte blieb es erspart, erstmals seit sechs Jahren (damals mit Siena) zweimal hintereinander auswärts zu verlieren. Chelsea setzte damit seinen ersten Verfolger  Liverpool  vor dem Schlager in Old Trafford gegen Manchester United unter Zugzwang.

Aber dennoch  gibt´s Ärger an der Stamford Bridge. Um den spanischen Torjäger Diego Costa, mit 14 Treffern die Nummer eins der Schützenliste. Conte warf den 28jährigen kurzerhand aus dem Kader. Von mangelnder Fitness war die Rede, zugleich geistete durch Englands Yellow Press ein Superangebot aus China mit 30 Millionen Euro für Costa, dessen Vertrag bei Chelsea bis 2019 läuft. Was verdächtig ist: Sein Manager, der mächtige Portugiese Jorge Mendes, der unter anderem auch Ronaldo und Trainerstar Jose Mourinho berät, ist derzeit in China. Nicht nur bei Chelsea probt ein Star  den Aufstand, auch bei West Ham. Der Franzose Dimitri Payet will nicht mehr beim Traditionsklub spielen, fehlte schon beim 3:0 gegen Crystal Palace. Einerseits heißt es,  Payet wolle seine Rückkehr zu Olympique Marseille erzwingen, anderseits soll auch etwas mit Chelsea laufen. Da wäre  ein Platz frei, wenn Diego Costa nach China übersiedelt. Bis Ende Jänner kann weiter spekuliert werden.

 

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