Fußball

Europa rechnet wieder mit Bayern! Sabitzer Leipzigs Pechvogel bei 4:1

Vor den Dienstag-Spielen der Champions League standen Paris St. Germain, Bayern München, Manchester City und Tottenham bereits fix im Achtelfinale. Titelverteidiger Real Madrid hingegen noch nicht. Holte dies am Abend mit einem 6:0 (4:0) bei Apoel Nikosia mit zwei Treffern von Cristiano Ronaldo nach. Das passt irgendwie zur bisher nicht berauschenden Saison, die sich auch in den zehn Punkten Rückstand in La Liga auf Tabellenführer FC Barcelona zeigt. Trainer Zinedine Zidane bleibt aber die Gelassenheit in Person: „Manche Leute werden über unsere Situation beunruhigt sein, ich zähle aber nicht dazu.“

Derzeit gilt Frankreichs Tabellenführer Paris St. Germain, seit dem Neymar-Rekordtransfer mit den Katar-Millionen in aller Munde, als erster Favorit. Auch bei den tipp 3-Quoten (siehe unten). Das 3:0 gegen Bayern München zum Start am 12.September bewies, stark genug zu sein, um erstmals in der Klubgeschichte den Triumph in der Königsklasse zu schaffen. Inzwischen gelang es dem spanischen Trainer Unai Emery ein Luxusproblem aus der Welt zu schaffen: Die Frage nach dem Elfmeterschützen, die vor zweieinhalb Monaten noch zu einem Streit zwischen Neymar und Edson Cavani gesorgt hatte. Emery legte sich auf Neymar fest. Cavani kann inzwischen damit gut leben. denn er hat in der Meisterschaft schon 15 Tore erzielt, acht mehr als der Brasilianer. Da muss Cavani, letzte Woche Uruguays Torschütze beim 1:2 gegen Österreich im Wiener Happel-Stadion, nicht mehr unbedingt Elferschütze sein, um die lukrative Prämie für den Titel des Torschützenkönigs, die er vertraglich fixiert hat, zu kassieren. So lösen sich Probleme.

4,50 ist die Quote auf den Champions League-Sieger Paris St. Germain. 5,50 auf Real Madrid trotz des momentanen Tiefs und Manchester City. Die Mannschaft von Pep Guardiola dominiert die Premier League, hat nach zwölf Runden acht Punkte Vorsprung auf Manchester United, die ersten fünf Partien in der Champions League gewonnen. Die Nummer vier bei den Quoten sind gleichauf Bayern München und der FC Barcelona. Noch im September hatte nach dem 0:3 von Paris die Bayern keiner auf der Rechnung, aber die daraus gezogenen Konsequenzen, sprich der Trainerwechsel von Carlo Ancelotti zu Jupp Heynckes, führten dazu, dass man die Bayern wieder ernst nimmt. Acht Siege in acht Spielen unter Heynckes lassen schon einige Bayern-Fans vom zweiten Tripple unter dem nunmehr 72jährigen träumen. Mehr wird man nach dem 5. Dezember wissen: Da empfangen die Bayern zum Knaller Paris St. Germain, hätten dafür mehr als 100.000 Karten verkaufen können. Mit einem Husarenstück, sprich einem 4:0, könnten die Bayern sogar Gruppensieger werden. Realistischer ist, dass sie als Gruppenzweiter im Achtelfinale auf einen Gruppensieger treffen. Das Schicksal steht auch Real Madrid bevor. Mittwoch Abend in Brüssel muss Bayern ausser den Langzeitverletzten Manuel Neuer und Franck Ribery sowie auf den rekonvaleszenten Thomas Müller auch auf David Alaba und Rafinha, also zwei Aussenverteidiger verzichten. So rutschte der Tiroler Marco Friedl in den Kader. Alabas Rücken tat nach der Zwangspause wegen muskulärer Probleme offenbar der Kurzeinsatz am Samstag beim 3:0 gegen Augsburg nicht gut. Jetzt leidet er an einem verdrehten Rücken.
Der FC Barcelona kann Mittwoch in Turin gegen Juventus den Aufstieg fixieren. Auf der Homepage des italienischen Meisters machte Tormannlegende Gianluigi Buffon offiziell, im Sommer 2018 seine Karriere zu beenden. Das kam nach dem Scheitern mit Italien in der Qualifikation für die WM nicht erwartet. Nach seiner verpassten sechsten WM-Endrunde bleibt dem 39jäährigen noch ein großes Ziel: Erstmals die Champions League zu gewinnen. Das wird schwer, da gilt Juventus nur als Aussenseiter mit der Quote 20,0.

Die auf RB Leipzig heißt 150,0. Immerhin: Die Mannschaft von Ralph Hasenhüttl holte mit ihrem ersten Auswärtssieg, dem 4:1 (4:1) bei Frankreichs Meister AS Monaco den FC Porto ein, der beim Gruppensieger Besiktas Istanbul, der erstmals das Achtelfinale erreichte, ein 1:1 holte. Damit überwintert Leipzig, wenn nicht noch Platz zwei erobert wird, auf jeden Fall in der Europa League. Der Pechvogel im Fürstentum hieß Marcel Sabitzer: Der Steirer hatte beim Führungstor seine Füße im Spiel, kugelte sich nach 35 Minuten bei einem Schußversuch die Schulter aus, musste ins Krankenhaus gebracht werden. „Das sieht nicht gut aus“, befürchtete Hasenhüttl eine längere Pause für seinen Landsmann. Um Zweiter zu werden, muss Leipzig im letzten Spiel gegen Besiktas daheim mehr Punkte holen als Porto gegen Monaco.

 

Foto: Instagram.

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