Fußball

Bickels Kontakte zu Ipoua: Bringt er via Paris St. Germain Rapid einen Stürmer?

20 Jahre ist es schon her, dass Sammy Ipoua zu Rapid kam. Ein wuchtiger Stürmer aus Kamerun, zuvor bei Nizza, Inter Mailand und Torino. Auch bei Rapid fiel er durch seine intensive Spielweise auf, strapazierte das Nervenkostüm des damaligen Trainers Ernst Dokupil und Präsidenten Günter Kaltenbrunner, der eine „Schwäche“ für Ipoua hatte. Eklats beim Derby gegen Austria samt roten Karten, als er mit Andi Ogris und Rashid Rachimow handgreiflich wurde: „Ich war fast nur  gesperrt“ erinnerte sich Ipoua, inzwischen 44 Jahre alt, an das Jahr in Wien zurück. Irgendwann war einmal der  Geduldsfaden bei Rapid gerissen. Danach spielte er in Frankreich bei Toulouse, in Deutschland bei Mainz mit Jürgen Klopp, dem jetzigen Liverpool-Trainerstar, bei 1860 München, als dort Peter Pacult, Rapids letzter Meistertrainer, auf der Betreuerbank sass. Ipoua bestritt  15 Länderspiele für Kamerun, eines bei der WM 1998 in Toulouse gegen Österreich, das 1:1 endete. Nach der Karriere arbeitete er in Paris bei BeIN-TV, dem Sportsender von Al Jazeera. Da hieß sein Chef Nasser Al Khalaifi.  Der ist jetzt Präsident von Paris St. Germain, in aller Munde durch den Wahnsinnstransfer von Neymar.

Ipoua hat jetzt einen interessanten Job beim mit Katar-Millionen finanzierten  französischen Vizemeiser. In der Akademie von Paris St. Germain in Miami Beach. Im US-Sunshine State arbeitet er als Spezialstürmer für Stürmer   mit Talenten aus Nord-, Mittel- und Südamerika. Knüpft für sie Kontakte nach Europa. Das aktuellste Beispiel: Venezuelas größtes Stürmertalent, der 19jährige Sergio Cordova, landete als Ipoua-Schützling in der Miami-Akademie  beim „FC Ösi“ Augsburg in der deutschen Bundesliga.

Vor fünf Jahren kam Ipoua einmal auf Besuch nach Wien. Erklärte dabei seine Mission bei Rapid für noch nicht beendet, helfen zu wollen. Rapid könnte von seinen Kontakten profitieren. Nicht nur bei Paris St. Germain, auch zu Arsenals Rekordtrainer Arsene Wenger.  Nur kam es  zu der Hilfe noch nicht, weil Rapid offenbar keinen großen Wert darauf legte. Es gab zwar Kontaktgespräche mit Andreas Müller, als der grün-weißer Sportvorstand war, aber auch nicht mehr. Konkret wurde nicht einmal in Ansätzen etwas. Jetzt sieht es bei Müllers Nachfolger  anders aus.

Fredy Bickel, bei Rapids Stürmersuche offenbar noch nicht fündig geworden, steht mit Ipoua in ständigem Kontakt. Hilfe für Rapid durch ein Stürmertalent von Paris St. Germain scheint auf den ersten Blick irreal, denn RB Leipzig musste 15 Millionen Euro Ablöse auf den Tisch legen, um vom Scheichklub  den 20jährigen Jean-Kevin Augustin, den Schützenkönig der letzten U 20-Europameisterschaft, zu bekommen. Aber Ipoua  versichert, dass es auch viel billiger geht. Auf Leihbasis. Abwarten, ob bis zum Ende der Transferzeit am 31. August aus den Gesprächen zwischen Bickel und Ipoua wirklich etwas entsteht, das Rapid weiter hilft.

 

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