Fußball

Die Austria und ihre Spiele des Jahres

Mit dem Duell von zwei der drei österreichischen Klubs, die im Play-off zur Europa League stehen, beginnt Samstag die vierte Runde der Bundesliga: Altach empfängt Meister Red Bull Salzburg, der im Schnabelholtz letztmals kein Tor in einem Auswärtsspiel erzielte. Das passierte am 25. September 2016, danach in 14 Spielen nicht mehr. Altach weist  bisher knapp vor Salzburg die besten Zweikampfwerte der Liga auf, obwohl auf der Startfurioso  gegen Austria zwei Auswärtsniederlagen gegen Admira und Wolfsberg folgten. Salzburgs Trainer Marco Rose verlangt vor dem Play-off in Rumänien gegen Viitorul Constanta, den Klub des Karpaten-Maradonas Gheorghe Hagi, einen positiven Auftritt. Positiv auf jeden Fall, dass der 19jährige Xaver Schlager nach monatelanger Pause wegen eines Knochenmarködems diese Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen konnte.

Einen positiven Auftritt braucht auch der noch sieglose Vizemeister Austria. Trainer Thorsten Fink versprach nach der geglückten Aufholjagd im Derby gegen Rapid von 0:2 auf 2:2  das wahre Gesicht der Austria für Samstag, aber die Hürde ist mit dem Aufsteiger LASK sehr hoch: Die Linzer, mit den drei Ex-Austrianern Christian Ramsebner, James Holland und Peter Michorl, haben die beste Defensive der Liga (erst ein Verlusttor) und die besten Varianten bei Standards. Vier ihrer sechs Tore fielen nach Freistößen oder Eckbällen. Trainer Oliver Glasner betont aber, als Aufsteiger noch in der Lernphase zu sein, von Kampfgeist, taktischer Disziplin und einem guten Tormann (Pavao Pervan) zu leben, der auch ein „zu null“ festhalten kann.

Also muss sich die Austria vor dem Play-off gegen den kroatischen Klub Osijek, der den holländischen Spitzenklub PSV Eindhoven eliminierte, ohne ein Tor zu kassieren, steigern. Das sind wichtige, heiße zwölf Tage für Violett mit den Partien gegen den LASK, in Osijek, in Mattersburg und in St.Pölten gegen die Kroaten. Ein Sieg über den LASK wäre für das Selbstvertrauen dringend notwendig – bei den tipp3-Quoten gelten die unbesiegten Linzer mit 3,20 als Aussenseiter, die Austria mit 1,90 hingegen als Favorit. Ein Erfolgserlebnis hatte Stürmer Kevin Friesenbichler (Bild oben):  Sein Volleyheber beim 3:2-Auswärtssieg in der Europa League beim rumänischen Klub Astra Giurgiu am 25. September 2016 zählt zu den  neun Kandidaten für das UEFA-Tor der Saison. Bis 29. August können  Friesenbichlers Familie, sein Management, seine Fans und die der Austria den Treffer des 23jährigen Steirers auf der UEFA-Homepage wählen. Eine violette Zukunftsoption kam vorerst leihweise von den Pohang Steelers aus Südkorea: Lee Jin-Hyun, ein U20-Teamspieler, einsetzbar im offensiven Mittelfeld.

Die Duelle gegen Osijek gelten auch intern  als „Spiele der Saison“, die Gruppenphase der Europa League würde sicher dem Budget gut tun, auch wenn sich jetzt laut Sportchef Franz Wohlfahrt doch ein Millionenregen durch den Verkauf von Schützenkönig Larry Kayode abzeichnet. Fink beobachtete letzten Montag Osijeks 1:0-Heimsieg über Salburg-Bezwinger Rijeka, sah vor allem eine kompakte Defensive, die Austria in dieser Saison noch nicht hatte. Das Retourspiel in St. Pölten beginnt für den ORF erst um 21.05 Uhr. Gibt es dabei Verlängerung und Elferschießen, könnte das für die Austria-Fans, die aus Wien mit der Bahn anreisen, problematisch werden: Dann ist Schlusspfiff erst knapp vor Mitternacht, der letzte Zug nach Wien zurück geht eine Viertelstunde später.

Foto: © FOTObyHOFER/CHRISTIAN HOFER.

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