Fußball

Marco Rose mit Lainer, Wolf und Lazaro vor dem ganz großen Wurf

Red Bull Salzburg kämpft Dienstag in Moskau darum, im Europacup zu überwintern. Das haben vier Ex-Salzburger schon geschafft: Trainer Marco Rose (Bild oben), Stefan Lainer, Hannes Wolf und Valentino Lazaro mit Borussia Mönchengladbach. Platz drei ist nach acht Punkten aus vier Spielen, Dienstag Abend kann im Borussia-Park gegen Inter Mailand der „ganz große Wurf“ gelingen. Sprich der Aufstieg ins Achtelfinale. In einer Gruppe mit Real Madrid, Inter und Ukraines Serienmeister Schachtjor Donezk keine Selbstverständlichkeit, dass Gladbach mit einem Punkt mehr als Real, vier mehr als Donezk und sechs mehr als Inter von Platz eins lacht. Das gelang mit einem 2:2 in Mailand (bis zur 90.Minute 2:1 geführt), einem 2:2 daheim gegen Real Madrid, bei dem Mönchengladbach bis zur 87. Minute 2:0 voran lag sowie zwei Kantersiegen gegen Donezk (6:0, 4:0).

„Inter ist nach der Heimniederlage gegen Real Madrid angeschossen, daher gefährlich. Sie brauchen sechs Punkte, die Klasse dazu wäre vorhanden!“, warnt Rose in seiner bekannt lockeren, aber bestimmenden Art. Vor allem Romelu Lukaku, der im ersten Duell beide Tor erzielte, gilt als große Gefahr, als „Tormaschine“, wie ihn sein ehemaliger Mitspieler Lazaro bezeichnete. Er spielte nach seiner Wadenverletzung nur in beiden Partien gegen Donezk, bekommt von Rose immer längere Einsatzzeiten. Für einen Platz in der Startformation wird es sich nicht ausgehen – den hat nur Lainer sicher. Der von allen vier Partien nur die letzten acht Minuten gegen Donezk in Kiew nicht dabei war. Für Lazaro wäre es etwas ganz besonders, den Klub, der ihn an Mönchengladbach verliehen hat, bei dem er bis 2023 unter Vertrag steht, bei dessen Trainer Antonio Conte er nicht besonders gefragt war, zu besiegen.

Rose hatte Salzburg 2018 bis ins Semifinale der Europa League geführt, füllte damit die Kassen. Das ist ihm jetzt auch bei Mönchengladbach gelungen. So wie er bisher in eineinhalb Jahren Borussia  genauso wie früher in Salzburg die Spieler besser macht. Was ein wichtiger Faktor ist. Allein die acht Punkte brachten bisher 7,2 Millionen Euro. Egal, ob Aufstieg ins Achtelfinale oder Europa League, alles zusammen bringt Mönchengladbach eine zweistellige Millionensumme, die nicht budgetiert war. In Corona-Zeiten geradezu ein Segen. Bei einer Rangliste der besten Mönchengladbach-Trainer nach dem Punkteschnitt in der Bundesliga ist Rose mit 1,87 schon die Nummer eins vor den Legenden Hennes Weisweiler und Udo Lattek. Auch der berühmte Jupp Heynckes war einmal Trainer der  „Fohlen.“

Foto: Borussia Mönchengladbach.

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