Fußball

Mit besten Empfehlungen von Andi Herzog für Wolfsberg

Erstmals hat ein Kärntner Bundesligaklub einen Legionär aus Israel. Der Sensationsdritte Wolfsberg sicherte sich den 23jährigen Offensivspieler Shon Weissman von Maccabi Haifa, dessen Marktwert bei 250.000 Euro liegt. Etwas seltsam ist nur, dass die Kärntner in ihrer offizieller Verlautbarung des Transfers angaben, dass Weissman zuletzt bei Miryat Shmona spielte. Dort war er in der Saison 17/18 als Leihgabe von Maccabi Haifa. In dieser Saison sorgte Weisman in 25 Spielen bei Vizemeister Maccabi Haifa für acht Tore und drei Assists.

Möglich gemacht haben den Transfer nach Kärnten aber doch Österreicher. Zunächst die in Pasching ansässige Connexion-Agentur von Lino Heiduck, die Weissman bereits im Winter in der Liga anbot. Wolfsberg zeigte Interesse, doch die Zeit wurde laut Präsident Dietmar Riegler im Jänner zu kurz, um alles noch unter Dach und Fach zu bringen. Christian Ilzer, damals noch Wolfsberg-Trainer ohne Abwanderungsgedanken in Richtung Austria, ließ seine guten Kontakte  zu Israels Teamchef aus Österreich, Andi Herzog, spielen und hörte von ihm nur Gutes. Mit seinen 1,74 Meter ist Weissman zwar sicher kein Kopfballungeheuer, aber einer, der mit seinem Tempo und seinem Dribbling Gegner weh tun kann. Wie zur Bestätigung holte Herzog Weissman, der zuvor 13 Partien in Israels U21 absolvierte, im Mai erstmals in den Teamkader.

Wolfsberg blieb daher an Weissman, der keine Ablöse kostete, dran. Kann witer mit Romano Schmid planen, den Werder Bremen weiter im Lavanttal „parken“ wird und bekam als ersted er zugesagten Salzburg-Leihgaben den 21jährigen Stürmer Alexander Schmidt, letzte  Saison bei Liefering in der zweiten Liga im Einsatz. Sein bisheriges Highlight: Vor zwei Jahren in Nyon das Siegestor im Finale der Youth League gegen Benfica Lissabon.

Ilzer nützte sein Wissen wegen Weissman nicht für seinen neuen Klub. Das spricht für die Fairness des steirischen Trainers. Und hat nichts damit zu tun, dass Ilzer zur Kenntnis nahm, dass für größere Transfers bei der Austria heuer der Finanzrahmen fehlt.  Da heißt es kleinere Brötchen backen, am besten ablösefrei. Wie etwa mit dem 21jährigen Innenverteidiger Johannes Handl. Einem gebürtigen Grazer, der ab Jänner beim Absteiger Wacker Innsbruck spielte (einmal in der Bundesliga ansonst in der zweiten Mannschaft), im Herbst davor bei Zweitligist Lafnitz. Der 1,96 Meter-Riese trainiert vorerst bei Ilzer mit, ist aber vorerst mehr für die zweite Mannschaft, die Young Violets, eingeplant. Handl spielte drei Spiele mit dem nunmehrigen Sevilla-Legionär Max Wöber in Österreichs U18, ehe ihn zwei Knöcheloperationen etwas aus der Bahn warfen.

Auf steirische Routine setzt hingegen Hartberg. Nach dem 33jährigen Andreas Lienhart von Altach kam mit Christian Klem für zweite Routinier für die Außenpositionen in der Abwehr: Linksfuß Klem absolvierte bereits 240  Bundesligaspiele bei Sturm Graz, Wolfsberg und Wacker Innsbruck, ist fünf Jahre jünger als Lienhart.

Foto: © Israel Football Association Media.

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