Fußball

Roger Schmidt sorgt mit Götze für Aufsehen! Wie er über Salzburg schwärmt

Die deutschen Medien rätselten noch Dienstag, wann es zur Einigung von Hertha BSC Berlin mit Mario Götze, dem Schützen des deutschen Goldtores im WM-Finale 2014 gegen Argentinien im Maracana von Rio de Janeiro kommen wird. Dabei war der 28 jährige Weltmeister schon in festen Händen. Bei einem ehemaligen erfolgreichen Trainer von Red Bull Salzburg: Roger Schmidt (Bild oben), der PSV Eindhoven zu dieser Saison übernahm und den Vierten der letzten Saison, in der Eindhoven in der Gruppenphase der Europa League im Linzer Stadion beim LASK 1:4 verloren, daheim nur ein 0:0 geschafft hatte, wieder an die  Spitze in Holland bringen soll. Den letzten seiner 24 Meistertitel gewann PSV Eindhoven 2018. Götze ist der sechste Deutsche bei Eindhoven, drei davon holte Schmidt: Linksverteidiger Philipp Max vom FC Augsburg, den defensiven Mittelfeldspieler Adrian Fein, letzte Saison Leihgabe von Bayern München beim Hamburger SV und als Krönung Götze, der nach der Trennung von Borussia Dortmund keine Ablöse kostete. Die holländischen Medien feierten den Transfer als Kunststück und Supercoup.

Auch  Israels Rekordtorjäger Erhan Zahavi, Dreifachtorschütze beim 4:2 gegen Österreich in Haifa, zählt zu Schmidts Einkäufen PSV Eindhoven ist seine dritte Station nach Salzburg, die erste nach zwei erfolgreichen Jahren in China bei Beijing Guoan mit dem Tiroler Richard Kitzbichler als Assistent. Mit dem arbeitete er schon in Salzburg zusammen. Jetzt gehört Kitzbichler in Southampton zum Staff von Ralph Hasenhüttl. Über die Zeit in Peking brachte Schmidt ein Buch heraus. Im „Buch eines Trainers“ kommt auch seine Zeit in Salzburg vor. Über die er sich sehr positiv äußert: „Die Voraussetzungen in Salzburg waren ideal“, steht da auf Seite 40 zu lesen, „es gab einen kompletten Neuanfang, ein maximal professionelles Umfeld, eine herausragende  Infrastruktur und irgendwann eine Mannschaft, die diese Art des Fußballs geliebt und gelebt hat, In jedem Training, in jedem Spiel. Jeder Fortschritt war ein Ansporn, die Grenze weiter zu verschieben. Während der 90 Minuten komplett auf Ruhepausen zu verzichten und dem Gegner die eigene Spielart komplett aufzuzwingen. Die Zeit in Salzburg hat mich besonders geprägt. Und mich darin bestätigt, immer mutig zu sein, an den eigenen Plan zu glauben und nichts dem Zufall zu überlassen. Man muss Spieler nerven. Sobald man sie in Ruhe lässt, werden die schlechter.“ Also muss Götze darauf eingestellt sein, sehr genervt zu werden.e

Es gibt mehrere Passagen in dem Buch, in dem Schmidt seinen Ghost-Writer Jörn Wolf über Salzburg schreiben ließ: „Gerade in der Anfangsphase in Österreich wurde unser Handeln sehr kritisch begleitet. Ralf Rangnick hatte als Sportdirektor übernommen, ich war aus Paderborn gekommen. Die Deutschen in Österreich. Ein Traditionsverein, von Red Bull gekauft. Es war unumgänglich, eine Wagenburgmentalität zu entwickeln und unseren innen Kreis zu beschützen. Durch unsere Spielweise und unsere Art des Fußballs haben wir uns die Anerkennung in ganz Österreich erarbeitet. Als ich nach zwei Jahren in Richtung Leverkusen weitergezogen bin, hielt ich es für sehr wahrscheinlich, dass diese Mannschaft die außergewöhnlichste bleiben würde, die ich jemals trainiert haben werde. Und das es sehr schwierig wird, der Perfektion im Bereich der Spielphilosophie und der Mentalität nochmals so nahe zu kommen.“

Schmidt war von 2012 bis 2014 in Salzburg. In die erste Saison fiel die historische Blamage gegen Düdelingen aus Luxemburg in der Qualifikation für die Champions League und das Scheitern im Titelkampf an Peter Stögers Austria. In der zweiten erzielte Salzburg als überlegener Meister 110 Tore in 36 Runden, fertigte in einem Testspiel Bayern München mit Pep Guardiola 3:0 ab, schlug Ajax Amsterdam im Sechzehntelfinale der Europa League zweimal klar. 110 Tore erzielten die Bullen erst wieder letzte Saison unter Jesse Marsch. Sogar in zwei Spielen weniger als unter Schmidt.

 

Foto: PSV Eindhoven.

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