Eishockey

Um Medaille statt gegen Abstieg: Baumgartner über alles!

Mit ruhigen Gewissen kann Roger Bader, der Schweizer Sportchef von Österreichs Eishockeyverband, Freitag die Unter 20-WM in Minsk verlassen und zur richtungsweisenden Präsidiumssitzung nach Wien fliegen. Dadurch  versäumt er am Vormittag das vierte Spiel gegen Lettland. In dem es nicht mehr gegen den Abstieg aus der Zweitklassigkeit geht, sondern um eine Medaille. Denn die Mannschaft von Teamchef Marco Pewal gewann von den ersten drei Spielen zwei. Dem knappen 3:4 (3:2, 0:1, 0:1) gegen Weißrussland folgte ein 5:2 (1:2, 0:0, 4:0) gegen Norwegen und Donnerstag as 4:2 (1:1, 2:1, 1:0) gegen Dänemark. Gegen Lettland gab es letzten Freitag in Minsk beim letzten Test ein 2:9-Debakel, Gelingt eine Woche später die Sensation wäre sogar der Aufstieg möglich. Auf jeden Fall wird Sonntag gegen Slowenien um eine Medaille gespielt.

Über allen steht der 19jährige  Center Bernhard Baumgartner. Der gebürtige Salzburger aus Zell am See der in der Schweiz bei Davos in bisher 17 Spielen auf 20 Scorerpuntke kam, dort mit Baders Sohn Thierry zusammenspielt, bestätigte alle Prognosen, dass er sogar zum besten Spieler dieser WM gewählt werden könnte. Bisher kam Baumgartner auf vier Tore und fünf Assists. Neun Scorerpuntke in drei Partien, das kann sich sehen lassen. Er traf gegen Weißrussland, in letzter Minute gegen Norwegen zweimal in  Unterzahl ins leere Tore zum 4:2 und 5:2, wurde danach als bester Spieler ausgezeichnet (Bild oben), traf gegen Dänemark zum 3:1, leistete zumä 3:1 und 4:2 des eingebürgerten Belgiers Senna Peeters, der in  Kanada für Halifax stürmt, die Assits. Ein Tor von Peeters war ein besonders Schmankerl: Weil es sich davor um die eigene Achse drehte.

Österreichs bisher teuerste U 20 mit elf Legionären scheint auch die beste zu sein. „Wir hätten gegen die Dänen schon nach einem Drittel vorne liegen pssen“, bilanzierte  Pewal zufrieden. Von Aufstieg und Medaille will er nicht reden: „Wir nehmen es weiter von Spiel zu Spiel!“ Zufrieden kann der ehemalige Villach-Spieler it dem Villacher Torhüter Alex Schmidt sein, der sich von Match zu Match steigerte,  Donnerstag einige „big saves“ hatte. Aber welche Perspektiven wird das Talent in der EBEL-Liga habe , in der speziell bei den Torhütern meist nur Ausländer nzählen? Die einzige Nummer eins aus Österreich ist derzeit David Kickert bei den Linzer Black Wings.

Aufgezeigt haben auch Center Tim Harnisch aus Wr.Neustadt, der bei den Red Bull Juniors  in der Alps League zum Einsatz kommt, und der Kärntner Verteidiger Thimo Nickl, Legionär bei Drummondville, 100 Kilometer von Montreal entfernt. Ein anderer gebürtiger Kärntner  Nordamerika-Legionär, David Maier, Verteidiger bei Peterborogh, dem Tabellenführer  in der Ontario Hockey League, sorgte gegen die Dänen für die Führung. „Nickl könnte bald mit Baumgartner im Nationaltam spielen“, prophezeite Bader. Er muss es  wissen, weil er auch Teamchef ist. Baumgartner kam  bereits bei der A-WM in Bratislava zum Einsatz.

Foto: ÖEHV.

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