Fußball

Von Jantscher über Dragovic bis zu Liendl: Die Kandidaten für den „Bruno“

Noch dauert es zwei Monate, bis die Vereinigung der Fußballer traditionell die besten Spielerinnen und Spieler des österreichischen Fußballs mit dem „Bruno“, benannt nach der Legende Bruno Pezzey, auszeichnet. Am 19. September geht die „Bruno“-Gala zum 26. Mal in Szene.  Diesmal auf einer Bühne, die normal den Kabarettisten gehört, im Globe Wien. Die Nominierten für den Preis stehen bereits fest, wie gewohnt geben die Aktiven ihre Stimme ab. Die Veranstalter erwarten das Who is Who des rot-weiß-roten Fußballs. Zumal der Termin ja wie immer in Zuammenhang mit einem Zusammentreffen des Nationalteams, das in der Nations League drei Tage später in Paris gegen Frankreich und am 25. September im Happel-Stadion gegen Kroatien spielt. Es liegt am Teamchef, ob die Teamspieler zur Gala kommen dürfen. Marcel Koller hatte es nicht erlaubt. Abwarten, wie sich Ralf Rangnick verhalten wird.

In der Kategorie Spieler der Saison wird keiner der drei Kandidaten in Rangnicks Kader sein. Es sind dies der 33 jährige Jakob Jantscher (Bild oben), der bei Sturm Graz derzeit den x-ten Frühling erlebt, den die Bundesliga bereits zum Spieler der Saison gekürt hat. Jantschers Gegner haben eine Salzburg-Vergangenheit: Der zu Leeds gewechselte dänische Verteidiger Rasmus Kristensen und Schützenkönig Karim Adeyemi, der es über Österreichs Meister zu Borussia Dortmund und ins deutsche Team schaffte. Der „Bruno“ für den Legionär der Saison müsste ein Selbstläufer für David Alaba sein. Das ist nichts gegen die „Herausforderer“ Konrad Laimer und Sasa Kalajdzic. Für Alaba wäre es bereits der sechste „Bruno“. Spannender wird das Rennen um den Aufsteiger der Saison. Obwohl es mit Salzburgs Nicolas Seiwald doch einen Favorit gegen Matthias Braunöder von der Wiener Austria und Matthäus Taferner von Wolfsberg gibt. Chancen auf den Tormann der Saison haben außer dem von Austria zu Stade Reims gewechselten Patrick Pentz auch Salzburgs Schweizer Philipp Köhn sowie Sturm-Kapitän Jörg Siebenhandl.

Als Mannschaft der Saison wird Red Bull Salzburg zum sechsten Mal in Serie ausgezeichnet werden. Nominiert sind auch der Zweitligist Floridsdorfer AC sowie die Wiener Austria. Die Trainer der ersten drei der vergangenen Bundesliga-Saison sind die Nominierten für den Bruno: Matthias Jaisle, Christian Ilzer und Manfred Schmid. Bei den Schiedsrichtern gewann Harald Lechner bereits siebenmal den „Bruno“, der acht wäre keine Überraschung. Für Christian-Petru Ciochira und Walter Altmann wäre es der erste. Für den Ehrenpreis der Saison stehen sozusagen zwei als einer auf der Liste, weil Luka Lochoshvili und Christopher Wernitznig bei Wolfsbergs Auswärtsspiel gegen die Wiener Austria dem bewusstlosen Georg Teigl die Zunge aus dem Rachen zogen, mit der Erstversorgung vielleicht schlimme Folgen verhinderten. Auf der Liste stehen auch der zurückgetretene Austria-Kapitän Markus Suttner und Aleksandar Dragovic, der am 29. April gegen Schottland als erster nach Andreas Herzog sein 100. Länderspiel absolvierte.  Rangnick hat für ihn keine Verwendung mehr.

Es gibt auch wieder den combackstronger-Preis für Spieler, die mit besonderem Ehrgeiz nach schweren Verletzungen immer wieder zurückkommen. So wie Rapid-Kapitän Christopher Dibon, der Austrianer Georg Teigl und der von WSG Tirol zum LASK zurückgekehrte Tobias Anselm, den vor wenigen Tagen das Pech mit seinem zweiten Kreuzbandriss wieder einholte. Für das Traumtor der Saison stehen das von Ex-Wolfsberg-Kapitän Michael Liendl gegen Sturm Graz zur Auswahl, das von Manprit Sarkaria für Sturm gegen seinen Ex-Klub Austria sowie der Knaller von Rapids Hoffnung Dragoljub Savic zum 2:1 gegen Wolfsberg zur Auswahl. Danach erhielt Savic quasi als Belohnung einen Dreijahresvertrag.

Foto: FotobyHofer/Christian Hofer.

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