Fußball

Wales mit Bale und dem Flitzer von Dominik Thalhammer

Einen Tag nach Franco Foda nominierte auch Wales-Teamchef Rob Page seinen Kader für das Semifinale der Playoffs um die WM-Qualifikation gegen Österreich nächste Woche in Cardiff. Page hielt es ähnlich wie Foda: Er vertraut auf Spieler, die bei ihren Klubs kaum zum Zug kommen. Das trifft auf die Galionsfigur Gareth Bale zu: Der 32 jährige Kapitän, für den die Wüsten-WM in Katar das letzte große Ziel seiner Karriere bedeuten soll, ist bei Real Madrid zum Unterschied von David Alaba Stammgast auf der Ersatzbank, was auch mit Verletzungen zu tun hat. Diese Saison kam er bisher nur auf fünf Einsätze, in denen er ein Tor erzielte.

Auch die anderen „großen“ Namen gehören zum  26 köpfigen Aufgebot. Im Mittelfeld der 31 jährige Aaron Ramsey und der  31 jährige Joe Allen. Ramsey spielt als Leihgabe von Juventus bei den Glasgow Rangers, Allen in der Championship, der zweiten englischen Liga, bei Stoke. Für Ramsey gibt es Donnerstag sozusagen das „zweite Vorspiel“ auf die WM-Qualifikation in der Europa League: Im Marakana von Belgrad trifft er auf Roter Stern Belgrad und Österreichs Abwehrchef Aleksandar Dragovic. Im Hinspiel triumphierte Ramsey. Beim 3:0 im Ibrox-Park wurden drei Tore von Roter Stern wegen Abseits annulliert.

Page hat nur fünf Spieler vom Klub aus Englands Premier League dabei sowie zu Bale und Ramsey noch zwei Legionäre. Von Burnley, dem  Vorletzten der Premier League kommen der 35 jährige Torhüter Wayne Hennessey und Abwehrspieler  Connor Roberts, die Abwehrspieler Joe Rodon und Ben Davies stehen bei Tottenham unter Vertrag, Stürmer Daniel James bei Abstiegskandidat Leeds, der am Wochenende mit 2:1 gegen Schlusslicht Norwich den ersten Sieg unter Ex-Salzburg-Trainer Jesse Marsch feierte. Rechtsverteidiger Neco Williams ist eine Leihgabe von Liverpool bei Fulham, dem Tabellenführer der zweien Liga. Hennessey ist nur deshalb erste Wahl im Tor, weil Danny Ward, Reservist bei Leicester, verletzt ausfällt.

Die Legionäre sind in Italien und Belgien im Einsatz: Chelsea-Leihgabe Ethan Ampadu hat bei Venezia, dem Drittletzten der Serie A, zum Unterschied von den Österreicher Max Ullmann und Michael Svoboda im Abstiegskampf einen Stammplatz in der Abwehr. Aus Belgien kommt Flügelflitzer Rabbi Matondo, der bei Cercle Brügge zu den Schützlingen von EX-LASK-Trainer Dominik Thalhammer zählt. In den letzten Jahren war der 21 jährige sowohl in der deutschen Bundesliga bei Schalke wie auch als Leihspieler bei Stoke ein Flop, seit Thalhammer Cercle Brügge in Abstiegsgefahr übernahm, klappt es bei Matondo.“Er hat den Durchbruch geschafft“, glaubt Thalhammer. Daher kehrte Matondo in den Waliser Teamkader zurück. Seine Bilanz in dieser Saison: Neun Tore und ein Assist in 23 Spielen. Cercle Brügge kletterte inzwischen auf Rang neun.

Wales bezog in den Gruppenspielen keine Heimniederlage, schaffte zwei Siege (1:0 gegen Tschechien, 5:1 gegen Belarus) und zwei Unentschieden (0:0 gegen Estland, 1:1 gegen Belgien). Das Tor gegen die Belgier erzielte Kiefer Moore. Der 1,95 Meter große Mittelstürmer spiele, wenn Bale ausfiel. Derzeit ist aber Kiefer Moore verletzt. Daher muss Foda mit dem Stürmerduo Bale-James rechnen.

Foto: FAW.

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