Fußball

Wöber bei Ajax schon nicht mehr zu ersetzen! Kommt Hütter ins Straucheln?

Von Rapid ins Ausland zu wechseln bringt nicht immer das sportliche Glück. Etwa bei Robert Beric, dessen Wechsel zu St. Etienne vor zwei Jahren Rapid bis dahin die meisten Millionen brachte. Aber der Slowene avancierte in Frankreich nicht zum gefürchteten Torjäger wie bei den Hütteldorfern, obwohl er auch in der Ligue 1 bei den Grün-Weißen spielte. Dazu kam Verletzungspech mit einem Kreuzbandriss. Weil er beim aus Salzburg gekommenen neuen St. Etienne-Trainer  Oscar Garcia, der inzwischen bereits wieder zurückgetreten ist, keine große Rolle spielte, bot er sich wieder Rapid an. Allerdings zu Konditionen, die nicht zu finanzieren waren. Daher wechselte er nach Belgien zu Anderlecht, sitzt aber auch dort  auf der Bank.

Oder Florian Kainz. Auch er blieb bei Grün-Weiß. Spielte aber bei Werder Bremen bisher in eineinhalb Jahren nur selten eine ähnlich wichtige Rolle wie früher bei Rapid. Das scheint auch beim neuen Trainer Florian Kohfeldt nicht viel anders zu sein als bei seinen zwei Vorgängern Viktor Skripnik und Alexander Nouri. Da Kainz einige Anfragen hat, wäre ein Tapetenwechssel  für ihn im Winter vielleicht das beste.

Nur beim letzten, der Rapid verließ, um Legionär zu werden, läuft alles anders und besser. Und das ist der jüngste. Max Wöber, der Nachfogler von Beric als Rapids Rekordverkauf, reichten drei Monate bei Ajax Amsterdam, um sich bereits einen entsprechenden Stellenwert bei Medien und vor allem bei den Fans zu erkämpfen.Wie wichtig der 19jöhrige Innenverteidiger inzwischen ist, zeigte letzten Samstag das Österreicher-Duell der Eredivisie: Mit Wöber im Abwehrzentrum führte Ajax Amsterdam bei Twente Enschede zur Pause 2:0. Wöber, bis dahin fehlerlos, blieb mit einer leichten Gehirnerschütterung in der Kabine. Bis zur 63. Minute schaffte Twente den Ausgleich. Ajax brachte im Finish auch das 3:2 nicht über die Distanz, in der vorletzten Minute fiel das 3:3. Nach Vorarbeit des Steirers Michael Liendl. Erst danach wechselte Twentes grimmiger Trainer Gertjan Verbeek (früher Nürnberg, Bochum) mit Marko Kvasina seinen zweiten Österreicher ein. Ajax verlor mit dem Unentschieden Platz zwei an Alkmaar, der Rückstand auf Tabellenführer PSV Eindhoven beträgt schon zehn Punkte.  Da macht es für den umstrittenen Trainer Marco Keizer nicht leichter.

Ein unumstrittener Trainer  ist Adi Hütter bei Young Boys Bern. Daran kann auch die  zweite Blamage des Tabellenführers im Berner Kantonsderby gegen den Letzten Thun nichts ändern. Anfang August  im Stade de Suisse ein 0:4-Heimdebakel, Sonntag auswärts ein 1:3. Nicht nur Hütter vermisste im Finish das Aufbäumen gegen die peinliche Niederlage. Damit schrumpfte  der Vorsprung auf den FC Basel auf vier Punkte. Sollte Hütter in Straucheln kommen, am Ende wieder der Abonnementmeister den Titel holen und nicht seine Mannschaft, dann hat dies Young Boys sicher auch den zwei Partien gegen den potentiellen Absteiger Thun zuzuschreiben: Basel holte sechs Punkte, die Young Boys aber keinen.  Ein Wahnsinn, der gar nicht zur bisherigen Saison passt. Einmal negative Schlagzeilen um Hütters Mannschaft.

Positive um Legionäre aus Österreich gab´s Sonntag in der zweiten deutschen Liga: Kevin Stöger und Lukas Hinterseer sorgten für den 2:1-Heimsieg von Nachzügler Bochum gegen Union Berlin, für einen Rückschlag des Ex-Rapidlers Christopher Trimmel im Aufstiegsrennen gegen Holstein Kiel, Fortuna Düsseldorf und den 1. FC Nürnberg. Der Oberösterreicher Stöger erzielt vor der Pause nach Hinterseers Vorlage den Ausgleich, dem Tiroler gelang drei Minuten vor Schluss der Siegestreffer. Hinterseer wechselte nach Ingolstadts Abstieg zu Bochum, um wieder aufzusteigen. Derzeitiger Rückstand zum Aufstiegsplatz: Elf Punkte.

 

4

Meist gelesen

20160911_173034

20160911_173034


Wer mich seit 1983 in der "Krone", der auflagenstärksten Zeitung Österreichs gelesen hat und mich seit 1. August 2016 dort im Sportteil vermisst, dem kann hier geholfen werden!
VIEL SPASS 

Copyright © 2019 Peterlinden.live | made with love by Combastic & Partners

Nach oben

Diese Webseite verwendet Cookies, um Ihnen ein angenehmeres Surfen zu ermöglichen