Fußball

1,1 Milliarden! Gefahr aus China oder Spekulationsblase

48 Millionen Euro war es dem holländischen Sportdirektor von Frankreichs Meister Paris St. Germain, den ehemaligen Klassestürmer Patrick Kluivert wert, den bei Wolfsburg unzufriedenen deutschen Weltmeister Julian Draxler, als Weihnachtstransfer zu fixieren. Wahnsinnssummen, die da bewegt werden. Aber noch gar nichts im Vergleich zu dem , was sich derzeit in  der chinesischen Super League abspielt.  Chelseas brasilianischer Reservist Oscar wechselte für 71 Millionen Ablöse zum Dritten Shanghai IPG, verdient dort 417.000 Euro netto pro Woche, 24 Millionen  in der Saison. So bekam der portugiesische Trainer Andre Villas Boas seinen Wunschspieler, den er in den acht Monaten, in denen er 2011/12 Trainer bei Chelsea war, dort  als Neuzugang von Internacional Porto Alegre kennengelernt hatte. N trainierte Villas Boas Tottenham und Zenit St. Petersburg. Oscar, 54facher Teamspieler bei Brasilien,  erzielte für Chelsea in 203 Bewerbsspielen 38 Tore, kam aber diese Saison  nur auf elf Einsätze.

Ein ehemaliger Paris SG-Star, der Argentinier Ezequiel Lavezzi, soll bei Hebei Fortune für 23 Monate  54,42 Millonen verdienen, damit der bestbezahlte Kicker der Welt sein. Sein Landsmann Carlos Tevez, derzeit in der Heimat bei den Boca Juniors,soll bei Shanghais Lokalrivalen Shenhua auf der Matte stehen. Den 32jährigen locken  733.000 Euro pro Woche. Laut „Daily Mail“ soll Manchester Uniteds Torjäger Zlatan Ibrahimovic aus Angebot aus China mit 69 Millionen Jahresgehalt abgelehnt haben. Chelseas Trainer Antonio Conte warnte die europäischen Großklubs  vor der Gefahr, die durch die China-Millionen droht. 331 Millionen Euro sollen dort heuer in 163 Neuerwerbungen laut Transfermarkt.at investiert worden sein.

Von noch mehr Geld spricht sogar die chinesische Volkszeitung, das Zentralorgan  der kommunistischen Partei. Demzufolge sind  acht Milliarden Yuan, das sind 1,11 Milliarden Euro, im laufenden Jahr in die Super League gepumpt wurden, ohne dass die Zuschauerzahlen entscheidend stiegen. Ebenso nicht die Einnahmen aus dem Marketing. Gar nicht zu reden vom sportlichen Niveau, das nicht im entferntesten mit den gezahlten Preisen mithalten kann. Deshalb warnt die Volkszeitung  eindringlich vor einer Spekulationsblase, die auch  platzen könnte.

Verbindungen zwischen chinesischer und österreichischer Fußballszene? Ex-Teamstümrer Rubin Okotie wechselte auch aus finanziellen Gründen nach der Euro in die zweite Liga zu Beijing Enterprises. Aber Platz acht läßt keine Aufstiegshoffungen zu. Beim vom Brasilianer Luiz Felipe Scolari trainierten Meisterklub Guangzhou Evergrande  geht ein ehemaliger Salzburger-Legionär auf Torjagd: Der Brasilianer Alan kam bei 24 Einsätzen auf 14 Treffer.

 

Foto: Wikimedia Common.

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