Fußball

Auf Rapid warten viele Seifenblasen: Bei West Ham sitzen 56 Millionen auf der Bank

Rapid hat diskussionslos in dieser Woche die schwerste Aufgabe der vier österreichischen Klubs in den drei Europacupbewerben. Das hat gar nichts mit den letzten Leistungen zu tun. Auch in Topform wäre es schwerer, im London Stadium bei West Ham zu bestehen, als für Red Bull Salzburg, Sturm Graz und LASK Heimsiege gegen Lille, PSV Eindhoven und Maccabi Tel Aviv zu feiern. Hätte Rapid nur drei Punkte Rückstand auf Platz eins so wie West Ham als Siebenter der Premier League auf Tabellenführer Liverpool, wären bei Grün-Weiß alle glücklich. Am letzten Samstag, beim 2:1-Last-Minute-Sieg in Leeds, saßen bei West Ham  Spieler mit einem Marktwert von 56 Millionen Euro auf der Bank. Darunter der Argentinier Manuel Lanzini, Teamspieler aus der Ukraine (Andrey Yarmolenko), Kroatien (Nikola Vlasic) und der Slowakei (Alex Kral). Vlasic und Kral  gehören zu den drei Zugängen am letzten Tag der Transferzeit, für die West Ham 67 Millionen Euro locker machte. 35 für den französischen Innenverteidiger Kurt Zouma, der von Chelsea kam, 30 für Vlasic und zwei für  Kral, eine Leihgabe für Spartak Moskau. Geld spielt keine große Rolle. West Ham-Besitzer David Sullivan ist Milliardär. Der Wallser scheffelte sein Geld unter anderem via Porno-Branche.

Bei den Fans machte er sich unbeliebt, als er die Übersiedlung vom altehrwürdigen Upton Park mit einer Kapazität von 35.000 Zuschauern ins für Olympia 2016 gebaute Stadion, das 60.000 Zuschauer fasst, vorantrieb. West Ham, vier Jahre vor Rapid 1895 gegründet, gilt noch immer als Klub der Werftarbeiter. Inzwischen haben sich die Fans der „Irons“ oder „Hammers“ damit abgefunden.  Die drei Heimspiele in der Premier League gegen Leicester (4:1), Crystal Palace (2:2) und Manchester United (1:2) waren ausverkauft. Wie viele Zuschauer gegen Rapid kommen werden? Es ist das erste Heimspiel von West Ham in einer Europacup-Bewerbs seit 2006. Also doch etwas besonderes. Das 2:0 bei Dinamo Zagreb zum Start vor zwei Wochen war West Hams erster Sieg im Europacup seit 22 Jahren. Dennoch dürfte der 58 jährige Trainer David Moyes, ein Schotte, nicht seine Topbesetzung aufbieten. Die hebt er sich für das kleiner Londoner Derby gegen Aufsteiger Brentford am Sonntag auf.

Kapitän und Stolz von West Ham ist der 22 jährige zentrale Mittelfeldspieler Declan Rice (Bild oben links), der aus der eigenen Akademie kommt. Der Marktwert von Rice, der mit England im Juni Vize-Europameister wurde: 70 Millionen Euro. Auf jeden Fall warten auf Rapid Donnerstag Abend viele Seifenblasen. Das 103 Jahre alte Lied „I´m forever blowing bubbles“ gilt als West Ham-Hymne. Die singen die Fans, wenn die Mannschaften auf den Rasen kommen. Dann sind auch viele Seifenblasen in der Luft.

Foto: FC Southampton.

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