Eishockey

Beim KAC für Finale gegen Salzburg nicht gut genug, für Österreichs Team schon

Nach 13 Jahren heißt das Finale um den Eishockeytitel wieder KAC gegen EC Red Bull Salzburg. Die Salzburger Titelverteidiger schafften Dienstag im siebenten Spiel gegen Bozen den vierten Sieg. Den entscheidenden Treffer zum 3:2 (1:0, 0:1, 1:1, 1:0) erzielte in der zweiten Minute der Verlängerung die Nummer 72, der Däne Nicolai Meyer. Damit jener Spieler, der im letzten Finale gegen Bozen für das Tor zum Titelgewinn gesorgt hatte. Erst im Februar holte Salzburg den 30jährigen wieder zurück, der die Saison in der zweiten schwedischen Liga bei Björklöven begann. Die Finalserie beginnt bereits Freitag in Klagenfurt, der KAC gewann seine Semifinale gegen Pustertal in nur vier Partien, konnte sich in aller Ruhe vorbereiten.  Meyer wird im Mai bei der WM in Prag vermutlich im dänischen Team zu Österreichs Gegner gehören, auf einige Salzburger Mitspieler treffen.

Zur gleichen Zeit, in der in Klagenfurt die Finalserie beginnt, bestreitet Österreichs in Riga sein zweites WM-Vorbereitungsspiel gegen Lettland. Einer der vier Neulinge ist der 19 jährige Verteidiger Thomas Klassek. Für KAC-Trainer Kirk Furey ist er für die Finalserie nicht gut genug, Teamchef Roger Bader sieht in ihm mehr Potenzial, traut ihm zu, auch noch in der zweiten Vorbereitungswoche dabei zu sein. Von der Finalpaarung wird Bader nicht begeistert gewesen sein. Wird erst im siebenten Spiel am 19. April der neue Meister gekürt, bekommt er die Spieler von KAC und Salzburg, die einen Großteil des WM-Kaders ausmachen werden, erst für die letzten dreiTestspiele.  Für zwei gegen Deutschland und den Schlager gegen Kanada.

Vom Niveau der ersten Trainingswoche war Bader positiv überrascht. Weil einige Spieler wie Dominique Heinrich, der Freitag in Riga zum 1o0. Mal den Teamdress tragen wird, Matthias Böhm, Lukas Kainz und Leon Wallner von den Vienna Capitals, Michael Kernberger von den Grazer 99 ers, die Villacher Felix Maxa und Max Rebernig oder Senna Peeters von den Innsbrucker Haien in den letzten Wochen pausierten, weil sie entweder gar nicht in die PrePlay-offs oder ins Viertelfinale kamen, oder dort ausschieden. Mit allen vier Neuen, mit dem 17 jährigen Verteidiger Gregor Biber von Rögle (spielt nächste Woche bei der U 17-WM), dem 19 jährigen Linz-Verteidiger Patrick Söllinger, dem 18 jährigen Rögle-Stürmer Ian Scherzer und Klassek zeigte sich Bader zufrieden. Ein Teamverteidiger klärte seine Zukunft: Kilian Zündel spielt kommende Saison nicht mehr in der Schweiz bei Ambri, sondern bei den Grazer 99 ers, die mächtig aufrüsten. Auch mit den KAC-Teamstürmern Lukas Haudum und Manuel Ganahl.

Zwei der vier Nordamerika-Legionäre spielen sicher im Play-off: Marco Kasper in der American Hockey League mit Grand Rapids Griffins, dem Farmteam von Detroit und Verteidiger Thimo Nickl mit den Wheeling Nailers in der East Coast Hockey League. Sie können nur zur WM kommen, wenn sie in der ersten Play-off-Runde ausscheiden. Verteidiger David Reinbacher hat mit Montreals Farmteam Laval in der AHL sechs Punkte Rückstand auf einen Play-off-Platz, Marco Rossi müsste mit Minnesota trotz 3:2-Heimsieg gegen Ottawa in den letzten acht Spielen des NHL-Grunddurchgangs zwei Mannschaften (St.Louis, Los Angeles) überholen, um eine Wild Card der West-Conference für die Play offs zu bekommen. Eher sieht es danach aus, als er sollte er in einem Monat in Wien gegen Kanada dabei sein.

Foto: EC Red Bull Salzburg.

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