Fußball

Ein Grazer explodierte in Freiburg: Hattrick von Gregoritsch in 33 Minuten

Ein Grazer konnte auch Donnerstag jubeln. Aber rund 800 Kilometer von der steirischen Landeshauptstadt entfernt in Freiburg im Breisgau bei null Grad: Dort erzielte Österreichs Teamstürmer bei der 5:0 (4:0)-Gala von Freiburg in der Europa League gegen Olympiakos Piräus innerhalb den 33 Minuten den ersten Hattrick seiner Profi-Karriere. Damit schoss der 29 jährige Freiburg den Liga-Frust (vier Spiele ohne Sieg) weg, war er eindeutig der Mann des Abends. Sein letztes Tor für Freiburg schoss Gregoritsch vor sechs Monaten, Anfang Mai im Pokal gegen RB Leipzig. Seit damals traf er nur in Österreichs Teamdress: Beim 1:1 gegen Belgien in Brüssel, dann beim 1:1 gegen Moldau in Linz und beim wichtigen 3:1 in Schweden zum Führungstor. Es brauchte einige Zeit, bis bei Freiburg für ihn der Knoten platzte. Das war dann gleich eine Explosion.

Nach drei Minuen erzielte der zweitbeste Freiburg-Torschütze der letzten Saison  mit rechts das schnelle 1:0. Nach seinem ersten Saisontreffer im Freiburg-Dress ballte er die Faust, schrie seinen Tor-Frust raus. Fünf Minuten später köpfte er einen Eckball des Japaners Doan ins Tor. Der perfekte Start. Und in der 36. Minute machte er aus dem Zentrum wieder per Kopf den Hattrick perfekt. Er ist nach Ernst Happel und Herbert Prohaska erst der dritte Österreicher, dem im Europacup ein Hattrick gelang. Da rastete Gregoritsch-Trainer Christian Streich völlig aus, machte Freudensprünge in seiner Coaching-Zone, hob Gregoritsch lachend drei Finger in die Höhe.  In der Defensive ließ Gregoritsch-Landsmann Philipp Lienhart gar nichts anbrennen. Kurz vor der Pause legte Gregoritsch noch das 4:0, das erste Profi-Tor von Killian Sildillia auf. Der verlor vor zwei Wochen mit Frankreichs U 21 in der EM-Qualifikation gegen Österreich, die Mannschaft von Gregoritsch-Vater Werner, in Ried 0:2. Eigenartige Geschichten, die der Fußball schreibt.

Freiburg machte mit der Gala, dem zweiten 5:0-Heimsieg hintereinander (zuvor gegen Backa Topola aus Serbien) die Play offs perfekt und kann sich am 14. Dezember in London mit einem Sieg bei West Ham direkt für das Achtelfinale qualifizieren. In der Conference League holten die Ex-Rapidler Thomas Murg und Stefan Schwab mit PAOK Saloniki durch ein 2:1 (0:0) bei Eintracht Frankfurt den Gruppensieg. Murg spielte bis zur 67. Minute, Schwab wurde nach 80 eingewechselt. Mit Kevin Wimmer schaffte ein weitere Ex-Rapidler mit Slovan Bratislava die Play-offs. In Torshavn durch ein 2:1 gegen Klaksvik, die Sensationstruppe von den Färöer-Inseln.

 

Foto: SC Freiburg.

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