Fußball

Ein Spiel Sperre und vier Ermahnungen: Schwarzer Tag für Schiedsrichter

Fünf Fälle musste der Strafsenat der Bundesliga am Montag bearbeiten. Das Ergebnis der Verhandlungen: Ein Spiel Sperre und vier Ermahnungen. Also ein schwarzer Tag für die Schiedsrichter, denen der Senat nur in einem Fall recht gab. Und selbst das nur mit Einschränkungen. Der 29 jährige Referee Safak Barmaksiz, der Freitag beim „harmlosen“ Testspiel zwischen der Vienna und Zweitligist Blau Weiß Linz mit drei völlig überzogenen roten Karten für einen Abbruch gesorgt hatte, bekam jedenfalls einen kräftigen Denkzettel: Fabio Strauss, der Stürmer von Blau Weiß Linz, bekam ebenso nur eine Ermahnung wie Co-Trainer Ernö Doma und der Klub wegen Nichtbefolgung einer Verbandsanweisung. Tino Wawra, der Sportchef von Blau Weiß Linz, musste bei der Verhandlung  gar nicht Video von den Szenen mit den roten Karten vorbringen. Das lag nämlich schon vor. Und nach Ansicht kamen die drei Senatsmitglieder zur Auffassung, dass es dabei nichts  gab, das eine Sperre  rechtfertigen  würde. Normal müsste das für den 29 jährigen Barmaksiz Konsequenzen in Form einer Denkpause haben. Anzunehmen, dass sich der Strafsenat des Wiener Verbands ähnlich verhalten und den ausgeschlossenen Vienna-Spieler Daniel Luxbacher auch nur ermahnen wird.

Bei den anderen Fällen ging es um die roten Karten beim 1:1 zwischen LASK und  Austria Klagenfurt am letzten Sonntag. Für Klagenfurts Mittelfeldspieler Turgay Gemicibasi nach einer Notbremse gegen Florian Flecker in der siebenten Minute der Nachspielzeit. Das gab ein Spiel Sperre wegen rohen Spiels. Nicht wegen einer Tätlichkeit. Das Urteil kann man auch als dezenten Hinweis darauf deuten, dass es die gelbe Karte auch getan hätte, der erfahrene Schiedsrichter Markus Hameter (Bild oben) mit glatt rot nicht ganz richtig lag. Für Klagenfurts Trainer Peter Pacult bedeutet dies, dass er auf seine Stütze nur Samstag daheim gegen den Letzten Altach verzichten muss, was wahrscheinlich zu verkraften sein wird, aber nicht in den folgenden Entscheidungspartien gegen Ried und Rapid in Hütteldorf.

LASK-Mittelfeldspieler Peter Michorl war trotz Gelb-Rot auch ein Fall für den Strafsenat, weil ihn Hameter auch wegen Nichtbefolgung einer Anweisung anzeigte. Weil er nach dem Ausschluss nicht gleich in die Kabine gegangen war, sondern zunächst hinter der Trainerbank auf der Tribüne Platz genommen hatte. Hameter forderte ihn nochmals zum Gang in die Kabinen auf. Der kam Michorl nach. Daher blieb es ebenfalls bei einer Ermahnung. Das Fazit der Schiedsrichter-Auftritte: Zu viel Lärm um wenig.

 

Foto: FotobyHofer/Chrstian Hofer.

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