Fußball

Für Salzburg kann auch gegen Napoli etwas gehen

Der gängige Spruch von Neapel sehen und sterben gilt für Österreichs Meister Salzburg nicht. Oder doch? Der soll ja ausdrücken. etwas Wunderbares entdeckt zu haben. Das würde bei Salzburg bedeuten: Neapel sehen und ins Viertelfinale der Europa League aufsteigen. Die Basis dazu wollen die Salzburger gegen Italiens Vizemeister Donnerstag Abend in Stadio San Paolo legen. Vor einem Jahr trauten den Salzburgern auch nur wenige den Aufstieg gegen Borussia Dortmund zu, der dann überzeugend, sogar mit einem Sieg in Dortmund gelang. Napoli wäre noch das größere Husarenstück, obwohl die Startruppe als Tabellenzweiter seit Sonntag 16 Punkte Rückstand auf Titelverteidiger und Tabellenführer Juventus hat. Seit dem 1:2 (0:2) in San Paolo im Spitzenduell gegen Juventus, in dem man trotzdem die Klasse der Mannschaft von Trainerstar Carlo Ancelotti (Bild oben) sah.

Die rote Karte in der 25.Minute  Tormann Alex Meret für ein Foul an Cristiano Ronaldo, nach der Ancelotti seinen polnischen Torjäger Arkadius Milik für den kolumbianischen Ersatzgoalie David Ospina „opferte“ führte in Folge zum Pausenrückstand. Als kurz nach der Pause Juventus Mittelfeldlenker Miralem Pjanic Gelb-Rot sah, dominierte Napoli auch dank des eingewechselten belgischen Publikumslieblings Dries Mertens, hätte nach dem Tor des Spaniers Jose Callejon durchaus einen Punkt holen können Doch Kapitän Lorenzo Insigne scheiterte sechs Minuten vor Schluss bei einem Elfmeter, traf  nur die Stange. Ancelottis Fazit: „Die zweite Hälfte hat uns aufgebaut.“ In seiner Startelf standen mit Meret und Insigne nur zwei Italiener, ansonst nur Legionäre. Je zwei aus Polen und Spanien, je einer aus Frankreich, Senegal, Albanien, Serbien und Brasilien.

Um Salzburg zu besiegen. Die Außenseiter wissen, was auf sie zukommt.  Trainer Marco Rose bezeichnete Napoli als unglaublich abgezockte Mannschaft mit individueller Klasse: „Aber wir haben festgestellt, dass da auch für uns etwas gehen kann.“ Für Xaver Schlager ist Napoli der bisher stärkste Gegner, auf den Salzburg in der Europa League triff: „Fußballerisch sicher der beste, eine Mannschaft mit Champions League-Niveau. Aber es ist ja nicht in Stein gemeißelt, dass der Favorit auch weiter kommen muss.“ Also fliegt Salzburg Mittwoch mit einigem Selbstvertrauen nach Neapel. Napoli ist sicher besser als es Lazio letzte Saison im Viertelfinale war, aktuell stärker als Inter Mailand. Doch hat Salzburg sicher gegen Napoli mehr Chancen als Rapid eine Runde zuvor gegen Inter. Dass Salzburg wie Rapid gegen die Mailänder in zwei Partien kein Tor erzielt, kann man sich einfach nicht vorstellen.

Foto: © SSC Napoli Media.

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