Fußball

International angesehener Trainer, Sportdirektor und Kommentator bei Admira: Peter Stöger! Standfest neuer Altach-Trainer

Sonntag war Peter Stöger für Sky Austria beim 5:0 seines Ex-Klubs Austria im Play-off-Finale gegen Lustenau im Einsatz. Es war wohl der vorerst letzte Auftritt des 57 jährigen als TV-Experte. Den Job übernahm er nicht zum ersten Mal seit seiner Trennung von Ungarns Meister Ferencvaros Budapest vor eineinhalb Jahren. Montag lud die Admira, letzte Saison Zehnter der Zweiten Liga, zum Start in eine neue Ära ein. Christian Tschida, seit Februar Präsident der Südstädter, wird Dienstagmittag nicht nur Ziele, Zukunftsstrategien und eine erste Bilanz präsentieren, sondern auch den neuen Sportdirektor vorstellen, der auf den umstrittenen Deutschen Marcel Ketelaer folgen wird. Die Admira kündigte ihn als einen der erfolgreichsten österreichischen Spieler, als national und international angesehenen Trainer, Sportdirektor und Kommentator an. Da braucht man nicht lange überlegen und kommt auf Stöger: Als Aktiver 65 Länderspiele mit 15 erzielten Toren, WM-Teilnehmer 1998, mit Austria viermal Meister und dreimal Cupsieger, mit Rapid Meister und im Finale des Europacups der Cupsieger. Als Trainer Meister mit Austria (2013), den 1. FC Köln von 2013 bis 2017 aus der zweien Liga in die Europa League gebracht, Borussia Dortmund im Frühjahr 2019 von Platz neun auf vier und in die Champions League. Als Sportchef war er mit Austria Meister (2006) und Cupsieger (2005). Ob es in diesem Sommer noch einen größeren Paukenschlag in Österreichs Fußballszene geben wird als Stögers Comeback zwei Jahre nach seinem Ausstieg bei der finanzmaroden Austria, bei der von 2019 bis 2021 zunächst Sportvorstand, danach Trainer und Sportvorstand war, sie via Play-off auf einen Europacupplatz führte?

Dass Admiras Ex-Präsident und nunmehriger Sportvorstand Philipp Thonhauser Stögers Engagement dementierte, spricht dafür, dass es fix ist. Im Herbst war er der erste Kandidat als Sportchef bei Rapid, doch für eine schnelle Entscheidung nicht zu haben. Auch ein lukratives Angebot aus Saudiarabien nahm er nicht an. Anzunehmen, dass es sich Stöger sehr gut überlegt hat, worauf er sich mit dem Einstieg bei Admira, bei der er von 2000 bis 2002 gespielt hatte, einlässt. Die eine Saison nach dem Abstieg aus der Bundesliga bis zur letzten Runde in Gefahr schwebte, in die Regionalliga Ost durchgereicht zu werden. Ehe mit dem dritten Trainer der Saison, dem erst 27 jährigen Tommy Wright, die Rettung gelang.

Admira präsentiert Dienstag den neuen Sportchef, Altachs neuer Sportchef Roland Kirchler den neuen Trainer. Montag bestätigte Altach die Einigung mit dem  43 jährigen Steirer Joachim Standfest, der seit März Assistent von Klaus Schmidt bei der Mission Rettung war. Standfest bestritt als Rechtsverteidiger 34 Länderspiele für Österreich, war bei der Europameisterschaft 2008 dabei,  begann als Co-Trainer bei Sturm Graz und Admira (unter Schmidt), war dann Chef bei Zweitligist Amstetten, danach Trainer von Austrias U 18, ehe er im März ins Ländle wechselte. Drei Monate später bekam er seinen ersten Cheftrainerjob in der Bundesliga.

Foto: Fradi.hu.

5

Meist gelesen

Nach oben