Fußball

Macht alles Adi Hütter nach! Worauf Salzburg aufpassen muss

Erstmals seit Dezember 2019, seit dem 0:2 gegen FC Liverpool, wird Mittwoch Abend ein Heimspiel von Red Bull Salzburg in der Champions League ausverkauft sein. Österreichs Meister wird mit mehr als 28.000 Zuschauern den zwölfte Mann hinter sich haben, wenn es gilt, gegen den Sechsten der deutschen Bundesliga, VfL Wolfsburg, nach dem 2:1 über Frankreichs Meister Lille den zweiten Heimsieg hintereinander, zu feiern (Bild oben). Den besten „Tipp“ wusste Mönchengladbach-Trainer Adi Hütter, der Salzburger Doublemacher aus der Saison 2014/15: „Sie sollen einfach uns alles nachmachen!“ Denn Mönchengladbach bezwang vor zweieinhalb Wochen Wolfsburg auswärts 3:1. Besonders empfehlenswert wäre es, einen Blitzstart wie Mönchengladbach hinzulegen.  Da hieß es nach sieben Minuten 2:0.

„Bei Wolfsburg geht derzeit nichts mehr so leicht von der Hand wie zu Saisonbeginn“, wusste Hütter. Sogar der sonst so zuverlässige Kapitän im Tor, Koen Casteels, ein 1,97 Meter-Riese aus Belgien, schwächle derzeit etwas. Gut sei für Salzburg sicher der Ausfall von Wout Weghorst im Angriffszentrum („er rennt  viel, jeder hohe Ball auf ihn bringt normal Gefahr“) und von Xaver Schlager. Egal, wer statt ihm spiele, so torgefährlich wie der  Ex-Salzburger sei er sicher nicht. Statt Weghorst wird der deutsche U 21-Europameister Lukas Nmecha in der Startelf stehen. Worauf Salzburg aufpassen müsse, das wisse sein Kollege Matthias Jaissle sicher  genauso gut wie er: „Bei den Standards von Max Arnold könnte Salzburg im eigenen Strafraum Probleme kriegen: „Da gibt es kopfballstarke Innenverteidiger, die nach vorne kommen!“ Wie den Franzose Maxence Lacoix und den Amerikaner John Brooks, der letzte Woche noch mit Brenden Aaronson im US-Teamum ein WM-Ticket für Katar kämpfte. Die rechte Seite von Wolfsburg mit schnellen Spielern wie den Schweizer Teamverteidiger Kevin Mbabu und Ridle Baku sieht Hütter eindeutig besser als die linke. Mit Mbabu und Baku könnte auf Salzburgs Kapitän Andreas Ulmer einiges zukommen.

Jaissle muss mit Zlatko Junuzovic, den Innenverteidigern Oumar Solet und Marek Piatkowski, Sekou Koita, Benjamin Sesko und Albert Vallci sechs Spieler vorgeben, doch das beredet  bei Salzburg keiner groß. Vertrauen in die eigene Stärke heißt wie immer die Devise. Besonders im Mittelpunkt wird auch wegen der Transferspekulationen um ihn Karim Adeyemi stehen: Kann er auch im dritten Spiel wieder Elfmeter herausholen? Gegen Sevilla waren es drei in einer Hälfte, gegen Lille einer. Wolfsburgs Trainer Mark van Bommel sieht trotz Dauersorgen den Fußball seiner Mannschaft „gar nicht so schlecht. Es sind Details. Wir wollen aber nicht von unserem Plan abkommen. Wir bestimmen die Spiele, aber gewinnen sie nicht. Weil wir Chancen kriegen, aber sie nicht nützen.“ Die gleichen Sorgen habe er sich auch nach den vier Siegen in den ersten vier Runden gemacht. Österreich war für den ehemaligen Weltklassespieler bisher kein guter  Boden:  Sein Ende als PSV Eindhoven-Trainer begann mit  der 1:4-Niederlage beim LASK in der Gruppenphase der Europa League im November 2019. Einen Monat später wurde der 44 jährige Holländer entlassen.

Schiedsrichter ist der  erfahrene Italiener Daniele Orsato. Vor drei Jahren pfiff er das 0.0 Salzburgs in der Qualifikation zur Königsklasse bei Roter Stern Belgrad. Ein torloses Unentschieden kann man sich heutzutage bei Salzburg gar nicht mehr vorstellen. Das würde Mittwoch Abend fast alle als eine Art Niederlage sehen. So groß sind inzwischen die Erwartungen geworden.

Foto: Red Bull Salzburg.

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