Fußball

Schöpf und die dritte Rückkehr nach München

Alessandro Schöpf kennt es bereits seit einem Jahr, Guido Burgstaller lernte  es jetzt innerhalb von fünf Tagen, von Samstag bis Mittwoch Abend kennen: Die Gemütslage ändert sich bei einem Klub, der so von Emotionen lebt wie Schalke, rasch und total. Von zu Tode betrübt in der Woche nach der 0:1-Heimpleite in der Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt auf himmelhoch jauchzend. Durch das 1:1 in München gegen Bayern und darauf folgend den Aufstieg ins Pokalviertelfinale. Am Ende skandierten beim 4:1 in Sandhausen 3000 Schalker Fans: „Wer holt den Pokal? Schalke holt ihn wieder mal.“ Zuletzt war das vor sechs Jahren  gelungen.

Dabei schien Schalke gegen Sandhausens Betonabwehr offensiv keine Lösungen zu finden. Und was durchkam, speziell von Burgstaller, entschärfte sein Kärntner Landsmann Marco Knaller im Tor des Zweitligisten: „Mein Führungstreffer war der Dosenöffner“ empfand Schöpf danach. Und recht hatte der Tiroler. Denn das war der Auftakt zum Siebenminuten-Dreier der Königsblauen von 0:0  zur 3:0-Pausenführung: „Das  darf uns nie passieren, dass wir in kürzester Zeit so auseinanderfallen“ , gestand Knaller celebrex generic. Da konnte es ihn auch nicht trösten, mit seiner Leistung wieder Werbung in eigener Sache gemacht zu haben. Das gelang auch Schöpf mit einem Tor und zwei Assists durch Eckbälle sowie dem ständigen Gefahrenherd Burgstaller.

Nur die Auslosung des Viertelfinales nach Mitternacht störte etwas die gute Laune. Egal, ob das Revierderby gegen Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt, die Sensation aus der Regionalliga namens Sportfreunde Lotte, Arminia Bielefeld,der Hamburger SV oder Mönchengladbach – alles wäre Schöpf egal gewesen. Nur nicht seine dritte Rückkehr zu seinem ehemaligen Klub Bayern nach München: „Dort waren wir doch erst vor kurzem, das hätten wir nicht schon wieder  gebraucht“, klagte Schöpf. Die erste Rückkehr endete im Frühjahr 2017 mit einem 0:3, die zweite am letzten Samstag mit einm 1:1, was passiert am 28. Februar? Da müsste Schalke gewinnen, um sich seinen Pokal-Traum zu erfüllen. Aber bis dahin warten noch fünf  schwere Aufgaben: In der Bundesliga daheim gegen Hertha BSC Berlin und Hoffenheim sowie in Köln, in der Europa League zweimal gegen Paok Saloniki. Da ist es nur gut, das holländische Stürmer KlaasJan Huntelaar nach monatelanger Pause wieder einsatzfähig ist. „Fad wir uns nicht“ wusste  Schöpf, „der Pokal ist für uns sicher der kürzeste und auch leichteste Weg, uns wieder für den Europacup zu qualifizieren.“

 

Foto: Instagram.

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